Schlaglöcher werden nach dem Winter „gestopft“

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Kleine Schlaglöcher, wie hier in der Heinestraße, können unter Umständen große Auswirkungen haben.

Meinerzhagen - Der Frühling bringt es ans Licht: Schlaglöcher in den Straßen, entstanden durch Feuchtigkeit, die durch Risse in den Asphalt eindringen konnte, bei Minusgraden gefror, sich ausdehnte und die Rissfugen des Asphalts schließlich aufgesprengte. Positive Bilanz bisher aber für Meinerzhagen: „Buckelpisten“ gibt es kaum, „im Großen und Ganzen sind die städtischen Straßen in Ordnung“, so Michael Adolph vom Fachbereich Technischer Service.

In der „Obhut“ des Straßenbaumeisters sind alle Straßen der Stadt, von Sellenrade bis Heed. Weit über 400 Strecken hat Michael Adolph aufgelistet, „die klappere ich eine nach der anderen ab.“ Für die Landstraßen, dazu zählt beispielsweise die Oststraße oder die auch die Derschlager Straße, ist der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig.

Michael Adolph schaut bei seinen Touren genau hin: Wo sind Löcher, die „geflickt“ werden müssen, wo gibt es Risse? Denn auch bei Straßenrissen wird die Asphaltkolonne des Baubetriebshofes aktiv, damit eindringendes Wasser nicht seine zerstörerische Wirkung zeigen kann. „Es sieht immer läppisch aus, wenn etwas nachgebessert wird, aber es hilft schon“, so die Erfahrung des Straßenbaumeisters.

Nachgebessert werden Straßen, deren Sanierung nicht im städtischen Bauprogramm vorgesehen sind. Diese Arbeiten werden nicht nur nach den Wintermonaten, sondern, wenn nötig, das ganze Jahr über ausgeführt, um die befestigten Strecken in Schuss zu halten.

80 Straßen hat Michael Adolph während der Anti-Schlagloch-Runden in den letzten Tagen bereits kontrolliert. Schäden werden protokolliert, die Daten an den Baubetriebshof übermittelt. „Im Großen und Ganzen sieht es ganz gut aus, auch in den Dörfern“, so Michael Adolphs Einschätzung.

Für die die Ausbesserungsarbeiten werden jährlich Gelder bereitgestellt. „Top in Ordnung“ halten könne ihre Straßen kaum eine Kommune, dafür fehle es an finanziellen Mitteln. „Doch in Meinerzhagen sind wir schon ganz gut aufgestellt“, so Michael Adolph. Große Schäden könnten so weitestgehend minimiert werden.

Wenn die Asphaltkolonnen des Baubetriebshofes ausrücken, werden Schlaglöcher meistens mit einem Heißmischgut ausgebessert. Auch Flächen können auf diese Weise nachgebessert werden. Der Heißasphalt stammt aus dem Steinbruch Schulte in Drolshagen-Scheda und wird in einem drei Tonnen fassenden Thermobehälter transportiert. Bei kleineren Löchern wird zur Gefahrprävention auch teureres Kaltmischgut verwandt.

Generell gilt: Je besser die Straßen sind, umso weniger geht kaputt. „Es lohnt sich, dass jedes Jahr in die Deckenerneuerung investiert wird“, so Michael Adolph.

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