Schießstand Breddershaus droht die Schließung

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Gespannte Aufmerksamkeit herrschte im Foyer der Stadthalle Meinerzhagen beim Thema „Schießstand“. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Über dem Schießstand des Hegerings Meinerzhagen-Valbert schwebt das Damoklesschwert der Schließung. Seit Wochen geben sich in Breddershaus Gutachter, Prüfungskommissionen, Sachverständige des Landesjagdverbandes (LJV) und Mitarbeiter der für die Betriebserlaubnis zuständigen Kreispolizeibehörde die Klinke in die Hand.

Hegeringsleiter Rainer Barre trug dazu auf der Jahreshauptversammlung detailliert und in langer Auflistung vor. Die Vielzahl der sich daraus ergebenden Termine sowie Auflagen zur Mängelbeseitigung erforderten einen enormen Zeit- und Arbeitsaufwand. „Daran werden wir noch ordentlich zu knacken haben. Wir können nicht agieren, sondern nur reagieren“, stellte Barre klar. So habe man den Schotter in der Schießbandsohle gegen Sand austauschen, neue Geschossfänger und Lüftung installieren und ein Überflutungsgutachten einholen müssen und zum Jahresbeginn eine teilweise Freigabe des Schießens erreicht. Mit Kugel kann seither wieder geschossen werden.

Knackpunkt ist weiterhin der Trap-Stand, wo es einer erheblichen Ausweitung des Geländes mit Kompletteinzäunung der gesamten Anlage bedürfe. Die dafür nötige Hinzugewinnung einer in Privatbesitz befindlichen Fläche gestalte sich äußerst schwierig. Eine Machbarkeitsstudie des LJV zur Förderungswürdigkeit setzt für die anvisierte Nutzungsförderung Maßnahmen zur Ausweitung der Sicherheitsbereiche nebst Schallschutz voraus. Ein Dilemma. Dennoch sehe der Vorstand „Licht am Ende des Tunnels“; die Situation sei unbefriedigend, aber nicht hoffnungslos. Wochenlang habe man sich ausschließlich mit den thematisierten Problemen beschäftigt. Stefan Thoma, Obmann für das Schießwesen, sucht dringend weitere Schießstand-Aufsichten. Am 9. April steht der nächste Arbeitseinsatz an. Möglichst viele der rund 180 Mitglieder sollten sich daran beteiligen.

Genutzt werde der Schießstand des Hegerings nicht nur von Jägern, sondern über die Gemeindegrenzen hinweg von unterschiedlichen Interessengruppen, wie etwa Schützenvereine oder zwecks Managertraining. Zum Üben der Schießfertigkeit und Waffenhandhabung der Jagdausübenden, deren stete Überprüfung und Optimierung nicht zuletzt dem Tierschutz geschuldet sei, und zur Jäger- Ausbildung sei er unverzichtbar. Großer Beifall im vollbesetzten Foyer der Stadthalle trug die Ansage des Vorsitzenden: „Die Anlage in Breddershaus ist der Mittelpunkt unseres Vereinslebens. Wir werden um den Schießstand kämpfen!“ ▪ As

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