Fazit fällt gemischt aus

Kirmes in Meinerzhagen: Schausteller planen den Umzug

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Zeit für ein Fazit: Schausteller-Sprecher Heiner Aufermann (rechts, mit Mitarbeiter Marcel Müller) kommt immer wieder gerne nach Meinerzhagen – und das schon in der dritten Generation.

Meinerzhagen - Die Premiere war gelungen – der Freitag als Starttag der Pfingstkirmes dürfte nicht der letzte seiner Art gewesen sein. Das Fazit nach fünf Rummeltagen fällt dennoch gemischt aus.

Es war ein wenig kompliziert, das räumt auch Uli Breitung ein. Erster Kirmestag am Freitag, Eröffnung erst am Samstag – der „Kirmes-Obmann“ der Stadtverwaltung weiß, dass das nicht für jeden Besucher nachvollziehbar war. 

Doch die spontane Idee, einen Tag früher als gewohnt das Kirmestreiben zu eröffnen, sollte nicht aufgrund von feststehenden Terminen – wie eben der Eröffnung durch den Bürgermeister – behindert werden. Also war man flexibel, bewarb kurzum auch den Freitag als Kirmestag – und hatte damit Erfolg.

„Ein erstes Gespräch mit den Schaustellern zeigte, dass sich der Freitag durchaus etablieren kann“, erinnert sich Breitung an Rückmeldungen derjenigen, die letztlich über Wohl und Wehe entscheiden müssen: die Schausteller selbst. 

Und auch für die war der Freitag kein Fehlgriff – wenn auch kein Jubeltag, wie Heiner Aufermann, Schausteller in dritter Familiengeneration, im Gespräch mit der MZ erklärt. „Wir werden den Freitag auf jeden Fall im Auge behalten. Das Wetter hat uns am späten Nachmittag da diesmal leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, deshalb lässt sich noch nicht sagen, wie erfolgreich der Tag ist“, sagt Aufermann, dessen Familienunternehmen unter anderem mit Kinderkarussell, Entenangeln und Crêperie auf der Pfingstkirmes vertreten war. Der wiederum gute Sonntag sei eingebettet gewesen in eher durchwachsene Samstage und Montage. Am Dienstag geht´s traditionell ruhiger zu.

Pfingstkirmes in Meinerzhagen

„Früher ging das am Dienstag bis 22 Uhr und wir mussten die ganze Nacht abbauen, um rechtzeitig an den nächsten Einsatzort zu kommen. Diese Zeiten sind vorbei“, sagt Aufermann. Dennoch: Am Standort Meinerzhagen wird sich für ihn so schnell nichts ändern. Seit mindestens 50 Jahre komme seine Familie nach Meinerzhagen – „hier ist es für uns fast wie Urlaub“, sagt der Schausteller. 

„Der Kontakt zur Stadtverwaltung ist super. Hier rufst du nur an und dir wird geholfen. Ich denke, dass auch die Kollegen immer gerne hier hinkommen.“ Zumal es durchaus Entwicklungspotenzial gibt, das bestenfalls schon im Herbst genutzt werden soll. 

Den Otto-Fuchs-Platz konnten die Schausteller an Pfingsten (noch) nicht bestücken, was wohl auch aus Rücksicht gegenüber den Wochenmarkthändlern geschah. Die wollten am Freitag, an dem die Kirmesgeschäfte bereits aufgebaut sind, nicht hintanstehen und ausweichen. 

Bereits zur Herbstkirmes kommt jetzt aber wohl Bewegung in die Überlegungen, den Platz zu nutzen. „Dann gelingt ja vielleicht auch eine bessere Anbindung an die Innenstadt“, sagt Heiner Aufermann, für den jetzt aber erst mal die nächsten „großen Brocken“ im Kirmesgeschäft anstehen, wie er selber sagt: Xanten, Gevelsberg, Crange. Und später, im Herbst wieder, „immer wieder gerne Meinerzhagen!“

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