Ein Schandfleck soll saniert werden

Kein schöner Anblick: Auf dem Gelände des Komplexes Am Stadion 4 stapelt sich der Müll.

MEINERZHAGEN ▪ Ein Schandfleck könnte bald verschwinden.

Hans Welscheit, zusammen mit seinem Bruder Heinz Eigentümer des ehemaligen Domizils der Firma „Fliesen Welscheit“ Am Stadion 4, ist alles andere als glücklich, wenn er an seiner Immobilie vorbeifährt. Seit Aufgabe des Geschäftshauses hat sich auf dem Komplex direkt an der Straße haufenweise Müll angesammelt.

Doch damit nicht genug: „Außerdem hausten Unbekannte dort wie die Vandalen. Fenster und Türen wurden aufgebrochen, Objekte wie Waschbecken zerschlagen. Doch was soll ich machen?“, zuckt Welscheit, der die Polizei schon informiert hat, ob so großer Zerstörungswut hilflos mit den Schultern.

Der Hauseigentümer hat aber auch eine gute Nachricht: „Wenn alles klappt, wird sich in den nächsten Wochen etwas tun. Die Verkaufsverhandlungen für das Haus laufen, zurzeit erfolgen Gespräche mit den Banken“, erläuterte Hans Welscheit heute auf MZ-Anfrage. Wie die ehemaligen Firmenräume künftig genutzt werden sollen – in diesem Punkt hält sich Welscheit noch zurück. Nur eines verrät er: „Wenn die Planungen umgesetzt werden, wovon ich fest ausgehe, wird das eine sehr, sehr gute Sache für die Bevölkerung.“ An eine industrielle Nutzung ist laut Welscheit künftig übrigens nicht mehr gedacht. „Ein Teil soll auch abgerissen werden“, ließ der augenblickliche Eigentümer durchblicken.

Bis sich in Sachen Verkauf und Investitionen in den mit den Jahren immer mehr verkommenen „Standort“ aber etwas tun wird, müssen Hans Welscheit, die Nachbarn des Komplexes und die Passanten aber noch mit dem unschönen Anblick leben.

„Die Bauaufsicht des Märkischen Kreises hat sich da schon umgesehen. Doch der Kreis sieht dort keinen Handlungsbedarf. Und das hat einen Grund: Es geht nach Ansicht der Behörde im Augenblick keine Gefahr von dem Gebäudekomplex aus – und das ist das einzige Kriterium, das eine Rolle spielt und bei dem eingegriffen werden könnte“, berichtet der städtische Baudezernent Gerd Schriever, der ebenfalls nicht glücklich mit dem „Ist-Zustand“ des Hauses Am Stadion 4 ist. Laut Schriever ist inzwischen auch das Meinerzhagener Ordnungsamt eingebunden. Doch mehr als genau hinschauen können auch dessen Mitarbeiter nicht. „Seitens der Stadt bauen wir auf einen Ankauf der Immobilie und des Geländes und eine Sanierung oder einen Abriss“, nahm Schriever Stellung.

Hans Welscheit jedenfalls ist froh, wenn der Verkauf des Hauses Am Stadion 4 über die Bühne gegangen ist. Denn dass der Schandfleck an exponierter Stelle im Stadtgebiet so schnell wie möglich „aufpoliert“ und mit neuem Leben gefüllt wird, davon geht er fest aus. ▪ beil

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