Meinerzhagener Baugesellschaft will vier "Stadtvillen" bauen

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Im Bereich der Leerstände zwischen Fröbelstraße (rechts) und Siepener Weg (links) sollen die „Stadtvillen“ entstehen.

Meinerzhagen - In der kommenden Woche rücken die Bagger an. Dann verschwindet ein Schandfleck aus dem Meinerzhagener Stadtbild. Die Baugesellschaft lässt den leerstehenden Komplex an der Fröbelstraße abreißen.

Früher war auf der „Halbinsel“ zwischen dem Siepener Weg und der Fröbelstraße, direkt neben dem Getränkemarkt, unter anderem eine Aldi-Filiale untergebracht. Als die Läden, darunter auch eine Bäckerei und eine Metzgerei, dann nach und nach zu Leerständen wurden und der Eigentümer Insolvenz anmeldete, verkam der Bereich. Die Baugesellschaft (MBG) kaufte die Fläche – und setzt ihre Pläne jetzt in die Tat um. 

Wie aus der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU) am kommenden Dienstag ab 17 Uhr im Ratssaal hervorgeht, wird die MBG dort nach dem Abriss vier „Stadtvillen“ bauen. Die sollen – je nach Bedarf – in insgesamt 56 bis 64 Miet- und Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Die Investitionssumme beträgt rund 12 Millionen Euro. 

Voraussetzung für die Umsetzung des Projektes: Die Mehrheit im PSVU muss den Weg für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ebnen. Darauf hofft Oliver Drenkard, Chef der Baugesellschaft, sehr. Denn auch ihm ist der augenblickliche Zustand an der Fröbelstraße ein Dorn im Auge. Drenkard erläutert den Stand der Dinge: „Wir haben zur Planung der Gebäude einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Den hat das Büro Christ aus Freudenberg gewonnen.“

Die Größe der Wohnungen kann aber noch individuell angepasst werden. Drenkard: „So ist es beispielsweise möglich, aus einer großen zwei kleinere Einheiten zu machen.“ Baubeginn soll übrigens im Frühjahr sein, vorbehaltlich der Bebauungsplanänderung. Mit einer Fertigstellung rechnet der Chef der Baugesellschaft dann im Frühjahr des Jahres 2021, falls das Wetter mitspielt. 

Ein Bedarf an Wohnungen, davon ist Oliver Drenkard überzeugt, besteht in Meinerzhagen. „Der Markt gibt das her“, glaubt er. Und die MBG sitzt bereits in den Startlöchern. „Wir könnten den Bauantrag theoretisch schon morgen stellen“, berichtet Drenkard.

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