Schaden am Turm

Der Kaiserstiel auf der Jesus-Christus-Kirche ist marode 

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Der Kaiserstiel ist stark geschädigt.

Meinerzhagen - Nachdem der Blitz am Sonntag in den Turm der Jesus-Christus-Kirche einschlug, stand am Freitag eine Inspektion des Schadens an. Die nahm Dachdecker- und Baukirchmeister Christof Sönchen vor.

Sein Fazit wird Bestürzung in der evangelische Kirchengemeinde auslösen: Die Holzkonstruktion in der Turmspitze ist marode.

Mithilfe eines großen Hubwagens aus Dortmund erreichte Christof Sönchen am frühen Vormittag exakt die Stelle, in die der Blitz eingeschlagen hat. Und schnell wurde ihm klar: Das Hauptproblem ist nicht der Blitz-Schaden. Der hatte die Befestigung des Blitzableiters ebenso zerstört wie einige Dachschindeln. Den Blitzschutz konnte Sönchen zunächst provisorisch wieder herrichten, die Schindeln tauschte er aus. 

Holzkonstruktion aus dem Jahr 1817

Viel schlimmer ist das, was er von außen entdeckte: Die Kirchturmspitze ist eine Holzkonstruktion. „Die stammt aus dem Jahr 1817 und sie besteht aus Eichenbalken. Die sind allerdings arg geschädigt. Es wird allerhöchste Zeit, hier etwas zu tun“, bilanziert Sönchen. Was diese Sanierung allerdings genau kosten wird, konnte gestern noch niemand sagen. Die Arbeiten werden es jedoch erforderlich machen, den Turm komplett einzurüsten, sodass wohl von einer fünfstelligen Summe auszugehen ist. 

Und was genau hat die Eichenbalken so stark geschädigt? Sönchen geht davon aus, dass der „Würfelbruch“ dafür verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um einen Pilzbefall. Betroffen sind der hölzerne Kaiserstiel, der nach oben aufragt und die eiserne Spitze trägt, und die ihn stützenden Eichenbalken. Von innen war der Schaden nicht feststellbar, erst ein Blick aus dem Korb des Hubwagens brachte traurige Gewissheit.

Hochwertige Balken verbaut

Christof Sönchen geht jetzt davon aus, dass das Holz saniert werden muss, soweit das möglich ist. Ein kompletter Austausch sei wohl schwierig, wenn nicht gar unmöglich, ohne den Turm abzureißen. Froh ist der Experte, dass 1817 sehr hochwertige Balken verbaut worden seien. Dadurch sei es wohl möglich, das Holz zu reparieren, schätzt Sönchen. 

Welche Maßnahmen genau ergriffen werden müssen, stand aber am Freitag noch nicht fest. Das wird in den kommenden Wochen in einer Expertenrunde zu erörtern sein.

Erst kürzlich waren die neuen Glocken in den Turm der Jesus-Christus-Kirche eingebaut worden. Deren Trägerkonstruktion ist erneuert, jetzt ist der darüber liegende Bereich wohl an der Reihe.

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