Bergstraße bald wieder befahrbar?

Mit diesem Hinweisschild sollen die Lastwagen künftig aus der Bergstraße ferngehalten werden. - Fotomontage: Helmecke

MEINERZHAGEN - Seit mehr als einem Vierteljahr ist sie saniert und mit einem Geh- und Radweg ausgestattet: Die Bergstraße. Insgesamt etwa 260 000 Euro hat die Stadt Meinerzhagen für die notwendige Erneuerung der Straßenoberfläche und die kombinierte Rad- und Gehweganlage ausgegeben. Durch die Maßnahme ist der Weg der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Wanderer, Radfahrer und der Gäste der Jugendherberge, sicherer geworden.

Allerdings ist die Strecke seit Ende November letzten Jahres für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Massive Absperrmaßnahmen durch Sperrbaken und „dicke“ Felsbrocken verhinderten bis vor kurzem, dass die Gemeindestraße nicht nur (wie gewollt und zulässig) von Pkw, sondern weiter verbotswidrig von Schwerlastfahrzeugen genutzt wird (MZ berichtete).

Noch vor Weihnachten informierte die Verwaltung die Mitglieder des zuständigen Bau- und Vergabeausschusses über ihre Vorstellungen, den Missstand abzustellen.

Begonnen hat man in den vergangenen Tagen nunmehr, den ersten Teil der vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen. „Wir haben bisher vier Schachtringe auf die Fahrbahn legen lassen, um somit später die Durchfahrt für Lkw zu verhindern“, so Markus Schade von der Stadt Meinerzhagen auf Nachfrage der MZ.

Mit ihrem Durchmesser von einem Meter und einer Höhe von 50 Zentimetern, liegen die „Barrieren“ nun versetzt auf der Bergstraße und dürften selbst vom geschicktesten Lkw-Fahrern nicht zu umfahren sein.

Um für den Einsatzfall der Feuerwehr- und Rettungskräfte gerüstet zu sein, werden für die schnelle Umsetzung der Ringe (mit entsprechendem Gerät) noch Haken angebracht. Zwei weitere Schachtringe, in denen jeweils ein 160 mal 125 Zentimeter großes, „knallgelbes“ Hinweisschild stehen wird, runden die „Sicherungsmaßnahme“ ab.

Mit der internationalen Aufschrift „No Trucks“, sollen sie die Lkw zum Umkehren bringen. Übernommen hat die Stadt diese Idee aus Werdohl. Dort steht vor dem steilen Gefällstück der Landstraße 655 in die Ortslage Werdohl ebenfalls ein derartiges Schild, um das verbotswidrige Befahren durch den Schwerlastverkehr zu unterbinden.

Noch mehr als bei der Bergstraße sind und waren dort erhebliche Sicherheitsbedenken für die Installation ausschlaggebend. Mehrfach kam es dort durch „heißgelaufene“ Bremsen von Lastwagen zu Unfällen, die aber bisher relativ glimpflich ausgingen.

Wann genau die bestellten Schilder geliefert und aufgestellt werden, konnte Markus Schade noch nicht sagen. „Wir gehen von einer Lieferung in den nächsten zwei Wochen aus. Dann erfolgt die Montage vor Ort und die abschließende Entscheidung über die Freigabe.“

Nicht sichtbar, aber eventuell langfristig von „Erfolg gekrönt“, könnte eine weitere Bemühung der Stadt sein. Bereits vor Monaten hat man Kontakt zu den Herstellern von Navigationssoftware aufgenommen, um diese zu einer „Streichung der Strecke“ für Lastkraftwagen zu bewegen. - jjh

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