Hinweistafeln entlang der A45

Wanderweg wird zum Hingucker an der Sauerlandlinie

+
Der „Fernwanderweg Sauerland-Höhenflug“ wird in beide Fahrtrichtungen der A45 bei Meinerzhagen beworben. Damit endet ein Prozess, der bereits vor sieben Jahren angestoßen wurde.

Meinerzhagen - Der Sauerland-Höhenflug steht ab sofort auf einer Stufe mit dem Schloss Neuschwanstein, der Burg Altena und der Phänomenta in Lüdenscheid – zumindest in Sachen Ausschilderung: In dieser Woche wurden kurz vor den Abfahrten nach Meinerzhagen auf der A45 touristische Hinweisschilder montiert, die auf den Fernwanderweg hinweisen.

Was Mitte der 1970er-Jahre in Frankreich seinen Anfang nahm, gehört mittlerweile zum gewohnten Erscheinungsbild auch deutscher Autobahnen. Die weiß-braunen Schilder kündigen jeweils vor der entsprechenden Ausfahrt mal mehr, mal weniger bemerkenswerte Höhepunkte für touristisch interessierte Autofahrer an. Ab sofort ist eben auch vor den Meinerzhagener Abfahrten aus Richtung Lüdenscheid und Drolshagen ein Hinweis auf solch ein Sehenswürdigkeit zu finden.

Idee entstand bereits vor sieben Jahren

Damit endete jetzt die Planungszeit für ein Projekt, das nach MZ-Informationen bereits im Jahr 2009 durch das Pilotprojekt Wanderwerkstatt angestoßen wurde, aber seither verschiedene Hürden nehmen musste – unter anderem die der Kosten. Und in der Folge war auch der Inhalt des Schildes offenbar lange Zeit unklar: Im Gespräch sollen etwa die Meinhardus-Schanzen oder der Biggeblick gewesen sein – vom Hinweis auf den Wanderweg Sauerland-Höhenflug profitiert nun in erster Linie zwar Meinerzhagen als Standort des Eingangsportals, wird aber die gesamte Route beworben, die über 250 Kilometern von der Volmestadt bis nach Korbach führt.

Zahlreiche Prüfungen erforderlich

Wie Markus Miglietti, Pressesprecher von Straßen.NRW in Hamm, auf MZ-Anfrage erklärte, bedarf es zahlreicher Prüfungen, bis die Idee für ein Hinweisschild in die Realität umgesetzt wird. Nach Antragstellung bei der Bezirksregierung setze sich eine Kommission mit der „Ausschilderungswürdigkeit“ einer Attraktion auseinander. Diesem Gremien gehören Vertreter aus den Bereichen Städtebau und Stadtentwicklung, Kultur, Tourismus, Natur und Landschaft und dem Städte- und Gemeindebund von Nordrhein-Westfalen sowie des Landesbetriebs Straßen.NRW an. „Entscheidend ist, dass es sich um Objekte beziehungsweise touristische Ziele ,von überregionaler Bedeutung‘ handelt, die ein Alleinstellungsmerkmal besitzen“, heißt es von Seiten des Landesbetriebs. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, gehe es an die Prüfung eines geeigneten Standortes, „und dazu ist wiederum eine verkehrsbehördliche Anordnung durch die Bezirksregierung notwendig, die Straßen.NRW dann umsetzt“, sagte Markus Miglietti.

Städte, Kreis und Tourismusverband teilen sich die Kosten

Die Preisspanne für eine Hinweistafel belaufe sich auf acht- bis zehntausend Euro – meistens werden jedoch zwei Schilder installiert, nämlich in beiden Fahrtrichtungen. So auch in Meinerzhagen, wo sich die Gesamtkosten entsprechend auf 16- bis 20 000 Euro belaufen dürften, wenngleich eine abschließende Kostenschätzung der Verwaltung noch nicht vorliege, wie Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz am Donnerstag erklärte. Er freute sich über die nun installierte Hinweistafel: „Was lange währt, wird endlich gut!“, betonte er mit Blick auf die lange Wartezeit, in der die Geschäftsstelle des Sauerland-Höhenflugs federführend für die Beantragung verantwortlich zeichnete. Und so müsse die Stadt Meinerzhagen auch nicht die Gesamtkosten für das Projekt tragen: Wie Maikranz gestern erklärte, teilen sich die Städte Attendorn, Plettenberg und Meinerzhagen gemeinsam mit dem Sauerland Tourismus und dem Märkischen Kreis die Kosten für das „touristische Hinweisschild“ mit der Verkehrszeichennummer 386.3.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare