„Satte“ 96 km/h zu schnell unterwegs

161 km/h fuhr der Motorradfahrer, als er von der Polizei gemessen wurde.

MEINERZHAGEN ▪ Zwei tote Motorradfahrer innerhalb kurzer Zeit.

Die so genannten „Aggerkurven“ am Meinerzhagener Ortsausgang Richtung Grünenthal erlangen traurige Berühmtheit.

Gerast wird hier beinahe täglich, häufig ist die Landstraße in diesem Bereich auch Schauplatz illegaler Rennen. Anwohner klagen seit Jahren über die Situation – doch eine Änderung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Mitarbeiter der Polizeiwache Meinerzhagen führten aus gegebenem Anlass am Sonntag, 1. Mai, in der Zeit von 15.55 bis 16.45 Uhr in den Aggerkurven an der L 323 in Fahrtrichtung Gummersbach eine Laser-Geschwindigkeitsmessung durch. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt in diesem Bereich 60 km/h.

Insgesamt wurden dabei sechs Fahrzeugführer „auffällig“. Fünf Autofahrer wurden von den Beamten angehalten, wobei einen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erwartet. Er war 23 km/h zu schnell unterwegs. Vier Verwarnungsgelder wurden außerdem verhängt.

Den „Vogel“ schoss jedoch ein Motorradfahrer ab: Der angehaltene 36 Jahre alte Kradfahrer aus Velbert, der mit einem Krad Kawasaki, Typ Ninja, unterwegs war, wurde mit einer Geschwindigkeit von 161 km/h gemessen. Die von der Polizei vorgeworfene Geschwindigkeitsüberschreitung beträgt „satte“ 96 km/h. Dies wird nach Auskunft der Beamten ein dreimonatiges Fahrverbot und ein hohes Bußgeld nach sich ziehen.

Eine weitere Besonderheit auf dem Streckenabschnitt: Das Verkehrszeichen „zulässige Höchstgeschwindigkeit 40 km/h“, das für eine folgende, gefährliche Kurve bestimmt ist, wurde in den vergangenen Tagen abgeschraubt und entwendet. Eine Strafanzeige wurde gefertigt.

„Die Kontrollen werden weitergehen“, kündigte die Meinerzhagener Polizei derweil an.

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