Satoru Imamura und Familie übermitteln Grüße

Satoru Imamura mit Frau und Tochter und seinen Freunden von der TuS-Volleyballabteilung bei deren Japan-Besuch im vergangenen Jahr.

MEINERZHAGEN ▪ Erst die von ihren Ausmaßen so noch nicht gekannte Naturkatastrophe mit dem heftigen Erdbeben und dem dadurch ausgelösten verheerenden Tsunami, jetzt die drohende atomare Katastrophe.

Die Augen der Welt sind in diesen Tagen gebannt auf Japan gerichtet. Viele hoffen und bangen mit den betroffenen Menschen und nehmen Anteil an ihrem noch ungewissenen Schicksal. Das gilt auch für die Mitglieder der Volleyball-Abteilung des TuS Meinerzhagen. Sie hatten im vergangenen Jahr zum zweiten Mal eine Japan-Reise unternommen und besuchten ihren einstigen Trainer und Abteilungsgründer Satoru Imamura. Der war von 1976 bis 1983 als Sportlehrer am Evangelischen Gymnasium in Meinerzhagen tätig und gleichzeitig auch als Vereinstrainer beim TuS aktiv. Imamura ließ auch nach seiner Heimkehr die Kontakte in die Volmestadt nicht abreißen. Für September dieses Jahres ist ein erneuter Gegenbesuch von Imamura mit einer japanischen Sportlergruppe in Meinerzhagen geplant.

Thorsten Kriegeskotte ist der Letzte aus der einstigen Volleyball-Truppe von Imamura, der heute noch aktiv ist und der gemeinsam mit seinen Sportkollegen Frank Liebetreu und Ralf Goseberg die Japan-Reise im vergangenen Jahr mit Stationen unter anderem in Hiroshima, Tanabe, Oita und Kyoto organisierte.

Erstmals nach dem Mega-Erdbeben und dem Monster-Tsunami hatte Thorsten Kriegeskotte am vergangenen Samstag telefonischen Kontakt mit seinem Freund Satoru Imamura. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen Hinweis auf die sich kurz darauf anbahnende Atom-Katastrophe rund um das Kernkraftwerk Fukushima. Kriegeskotte: „Imamura konnte in unserem Gespräch berichten, dass es ihm und seiner Familie gut gehe. In ihrer Region ist man von den Folgen des Erdbebens und des Tsunami verschont geblieben.“ Einen Skiurlaub mit der Familie hatte man unmittelbar nach dem Erdbeben abgebrochen und war nach Hause zurückgekehrt.

Der jetzt 65-jährige Imamura, der verheiratet ist und eine Tochter hat, lebt und arbeitet als Hochschuldozent für Sport in der Stadt Kyoto. Das liegt liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu, rund 400 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Tokio und dem Zentrum der Erdbebenkatastrophe im Nordosten des Inselstaates. Zwischen Kyoto und Fukushima mit seinen zerstörten Reaktoren liegen rund 700 Kilometer. Gestern Mittag konnte Kriegeskotte ein zweites Mal telefonieren. „Satoru wirkte immer noch relativ gelassen und zeigte sich überraschend zuversichtlich, dass die Behörden auch die Probleme mit dem außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerk in den Griff bekommen würden. Angst vor der radioaktiven Wolke müsse man zudem in der Region, in der er lebe, nicht haben, weil die vorherrschende Windrichtung in entgegengesetzte östliche Richtung gehe.“ Imamura lasse alle Freunde und Bekannte in Meinerzhagen herzlich grüßen und freue sich schon auf das geplante Wiedersehen im Spätsommer. Die Planungen dafür würden weiter vorangetrieben. ▪ -fe

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