Sascha Sommer ist Valberter Schützenkönig

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Sascha Sommer konnte sein Glück nach dem Volltreffer kaum fassen.

Valbert - Er drehte sich um, riss sich die Schützenmütze vom Kopf, fasste sich an die Stirn und konnte es nicht glauben: Mit dem 37. Schuss Brennecke sicherte sich Sascha Sommer am Samstag um 16.30 Uhr die Valberter Königswürde.

Überwältigt ließ der 31-jährige Schreiner seinen Gefühlen freien Lauf und die Freudentränen kullern. Zu den ersten Gratulanten zählten seine Mitbewerber Dirk Pies, Klaus Haferkorn, Frank Kebeiks und Andreas Hornbruch, die alle bis zuletzt auf den zum Ende arg zerrupften Holzvogel hielten.

Die Aspiranten lieferten sich einen spannenden Wettkampf an der neu gestalteten Vogelrute und legten direkt mit der großen Munition los. Nach den ersten beiden Schüssen Kleinkaliber, abgegeben vom amtierenden Königspaar Hartmut und Marianne Kukulies, spannte Schießmeister Thomas Müller direkt um. „So einen Kinderkram machen wir nicht mehr“, kommentierte Florian Wilkes, der die Moderation des Schießens übernommen hatte.

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Die zunächst acht Bewerber (Ralf Conrady, Dirk Rudolph und Ole Berger stiegen nach Runde zwei beziehunsgweise drei aus) setzten dem Holzadler ordentlich zu. Vor allem Frank Kebeiks, dessen erster Schuss den Vogel ordentlich in Schräglage versetzt hatte, und Hauptmann Klaus Haferkorn, der am Samstag seinen 56. Geburtstag feierte, war anzumerken, dass sie den Vogel – oder das, was nach einer halben Stunde noch davon übrig war – unbedingt aus dem Kugelfang holen wollten.

Am Ende war es dann ein überglücklicher Sascha Sommer, der dem verbliebenen Holzstück den Garaus machte. Zu seiner Königin wählte er seine Lebenspartnerin Michaela Hirsch (46). Die beiden neuen Regenten treten damit die Nachfolge von Hartmut und Marianne Kukulies an, für die am Samstag ein ereignisreiches, „geiles Jahr“, wie es der König in seiner Ansprache an sein Volk beim Abholen an der Königsresidenz selbst ausdrückte, zu Ende ging.

Sascha Sommer ist neuer Schützenkönig

Keines der „Vorurteile“, wie zum Beispiel die hohen Kosten, stimme und selbst seine Frau habe ihm gesagt: „Wenn ich gewusst hätte, wie toll das ist, hättest du das ruhig schon früher machen können.“Beim Umzug durchs Dorf genossen sie noch einmal ihre Regentschaft und strahlten mit der Sonne um die Wette.

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