Großer Sanierungsstau

Polizeiwache: Umbaupläne auf der Zielgeraden

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Der Eingang zur Polizeiwache an der Oststraße: Seit Jahren bemüht sich die GdP um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Meinerzhagen - Der Besuch der Polizeiwache an der Oststraße gleicht einer Zeitreise in die 1970er Jahre: Seit Jahrzehnten wurden die angemieteten Räume, die der Insolvenzmasse des einstigen Immobilienriesen Hellerforth entstammen, nicht saniert. Nun scheint endlich eine Lösung in Sicht.

Rückblick: Die medienwirksame Besichtigung der Räume im Dezember sollte eigentlich Schwung in die Bemühungen rund um das Haus Oststraße 24 bringen. Vor Ort waren nicht nur die örtlichen Vertreter der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sondern auch der Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Arnold Plickert.

Intensive Gespräche im Hintergrund

Kurze Zeit später wurde die Sanierung angekündigt, auch Innenminister Jäger war über das Vorgehen informiert – geschehen ist augenscheinlich aber noch nichts. Doch der Eindruck täuscht, wie Roman Kappius, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, am Mittwoch erklärte: Im Hintergrund liefen intensive Gespräche, die noch in dieser Woche abgeschlossen werden könnten.

Seit Jahren bemüht sich die GdP um eine Lösung

Was nicht zuletzt die Kollegen vor Ort und ihre Gewerkschaft freuen würde. Denn seit Jahren bemühe sich die GdP um eine Lösung des Problems, wie der stellvertretende Vorsitzende der GdP im Märkischen Kreis Andreas Barnewitz sagte. „Irgendwo sind unsere Möglichkeiten aber am Ende angelangt.“

Das Hauptproblem war zunächst der insolvente Eigentümer Hellerforth. Mittlerweile tritt die örtliche Sparkasse als Grundpfandrechtsgläubiger und Ansprechpartner für die Kreisbehörde auf. Und dies soll nun Früchte tragen: „Die Gespräche mit der Polizei befinden sich auf der Zielgerade“, so Roman Kappius.

Sanierungsstau ist erheblich

Über die Investitionssumme, die in der Wache zu tätigen ist, wurde bislang nichts bekannt. Doch der Sanierungsstau, das stellten die Verantwortlichen schon im vergangenen Jahr fest, ist erheblich: Sämtliche Räume müssen generalüberholt werden, Toiletten, Duschen, Umkleiden entsprechen dem Stand längst vergangener Jahrzehnte. Ganz zu schweigen von einer Wärmedämmung, die keine ist: „Die Kollegen mussten jetzt wieder die Heizlüfter anschalten“, berichtet GdP-Vertreter Andreas Barnewitz, von den Geräten, die zusätzlich zur installierten Heizung genutzt werden müssen, um der Kälte, die durch Ritzen und undichte Fenster kriecht, Herr zu werden.

Hoffnung auf baldige Lösung ist groß

Die Hoffnung auf eine baldige Lösung an der Oststraße ist bei den mehr als 20 Polizeibeamten also groß – und aufgrund der kommenden Gespräche wohl auch nicht unbegründet. Obwohl sie seit Jahren nicht erfüllt wurde, wie der damalige Kreisgruppenvorsitzende der GdP Mario Schroer bereits im vergangenen Jahr bei seinem Besuch in Meinerzhagen sagte: Bemühungen um Verbesserungen für „eine der schlimmsten Wachen im ganzen Land“ (Schroer) habe es schon seit Jahren gegeben.

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