Kernbohrungen geben Aufschluss über Details der L708

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Kernbohrungen wurden auf der L 708 von der Brücke Kalberschnacke bis nach Eichen „gezogen“.

Windebruch - Seit vergangener Woche waren sie zu sehen: Mit Signalfarbe aufgebrachte Kreise auf der L 708. Ab der Brücke Kalberschnacke in Richtung Attendorn, aufsteigend nummeriert, waren sie eine Handlungsanweisung für die Arbeiter, welche am Dienstag ihren Auftrag erfüllten. Dieser bestand darin, die vorhandene Fahrbahn und den darunter befindlichen Straßenaufbau zu untersuchen.

„Wir führen derartige Kernbohrungen grundsätzlich durch, um dadurch zuverlässigere Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des vorhandenen Asphalt- und Untergrundmaterials zu erlangen“, erläutert Eberhard Zimmerschied, Abteilungsleiter bei der Regionalniederlassung Südwestfalen auf Anfrage der MZ.

Seit einigen Jahren steht die Sanierung der L 708 auf dem Arbeitsplan des Landesbetriebes. Vor gut drei Jahren wurde ein erster Abschnitt ab Schnütgenhof bis zur Abfahrt zur Listerstaumauer hergestellt. Dabei erneuerte man nicht nur die Fahrbahn, sondern legte auch einen neuen Rad- und Gehweg an.

Die ursprüngliche Weiterführung der Maßnahme durch einen zweiten Abschnitt bis zur Ortslage Eichen musste unter anderem auch wegen fehlender Mittel und dem noch nicht komplett abgeschlossenen Grunderwerb verschoben werden (die MZ berichtete mehrfach).

Nun zeichnet sich aber durch die Bodensondierungen offensichtlich ab, dass demnächst etwas passieren soll.

„Bei der L 708 sind die Untersuchungen jetzt angelaufen, weil nach derzeitigem Stand die Sanierung und der Radwegebau ab der Abfahrt zur Listerstaumauer im Jahr 2018 bis etwa nach Eichen fortgesetzt werden soll. In der augenblicklichen Überlegung ist ebenfalls, im kommenden Jahr auch einen Bauabschnitt ab Windebruch in Richtung Schnütgenhof herzustellen“, so Zimmerschied.

In der Praxis würde die letztere Vorgehensweise bedeuten, dass sich auch im Bereich der Badestelle Windebruch etwas tun würde. Bei einer kontinuierlichen Sanierung der Straße aus Richtung Eichen kommend bis nach Windebruch, wären mehrere Abschnitte für die Bauarbeiter zu bewältigen. Dieses hätte auf jeden Fall bedeutet, dass man zu einem deutlich späteren Zeitpunkt den nun geplanten „Startpunkt“ für diese Arbeiten erreicht hätte.

Wie weit die Sanierungsstrecke reichen wird, ist aktuell noch nicht festgelegt, da der Landesbetrieb Straßen.NRW auch dazu die Untersuchungsergebnisse der Kernbohrungen benötigt. Fest steht aber als Planungsgrundlage, dass nicht nur die Straße saniert, sondern ebenfalls der Rad- und Gehweg realisiert wird. Weitergehend steht bei den Planern gleichfalls das Thema Parkplätze auf dem Notizzettel.

Bei all den positiven Zeichen für eine Sanierung der Straße betont Eberhard Zimmerschied eines aber ganz deutlich: „Für die Umsetzung dieser Planungen ist natürlich die Bereitstellung entsprechender Mittel unabdingbar“.

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