Jüngste Garde aus dem Ebbedorf bereitet sich vor

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Wenn am kommenden Samstag in der Valberter Ebbehalle der große Kinderkarneval beginnt, stehen auch die jüngsten Eigengewächse, die Ebbesterne, auf der Bühne. ▪

VALBERT ▪ 24 Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren, das sind 24 kleine Temperamentsbündel, die ihren eigenen Kopf haben. „Die müssten eigentlich Ebbeläuse heißen“, bemerkt Corinna Kretschmann mit Blick auf das quirlige Treiben in der Ebbehalle grinsend.

Sie ist Trainerin der jugendlichen Funkenmariechen, und nur zufällig beim Training der Kleinsten anwesend. Doch natürlich hat die jüngste Garde einen viel schöneren Namen: Sie nennt sich Ebbesterne. Wenn die Sterne am Firmament so quirlig wären, wie die kleinen Tänzerinnen und Tänzer, dann würde der Nachthimmel flackern wie eine Discokugel. Aber beim Gardetanz ist Temperament ja eine gute Voraussetzung. Dass sich die Ebbesterne 2009 gründen konnten ist einem glücklichen Umstand zu verdanken, erinnert sich Trainer Olaf Baum, der die Garde zusammen mit seiner Frau Sandra, sowie Gabi Buss und Birgit Meinhardt betreut. „Wir hatten einen so guten Zulauf bei den jungen Garden, dass die Warteliste immer länger wurde.“ So waren beim ersten Training gleich 22 Kinder mit dabei. Jetzt hat sich die Garde der „Minis“ längst als Tummelplatz für den Nachwuchs etabliert. „Wenn die Kinder dabei bleiben, können sie später zu den Ebbeflöhen wechseln“, erklärt Sandra Baum. Derzeit ist bei den Kleinen eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude zu spüren: Am kommenden Samstag, 2. Februar, haben sie beim großen Kinderkarneval in der Valberter Ebbehalle ihren großen Auftritt. Und nicht nur das: Sie werden das bunte Spektakel sogar eröffnen. „Sie haben heute schon mal auf der großen Bühne getanzt, um sich an die Umgebung und das helle Scheinwerferlicht zu gewöhnen“, erklärt der Trainer. Lampenfieber gehört natürlich mit dazu, wenn der große Moment gekommen ist. „Die Kinder sind meistens ein bisschen aufgeregt“, hat Baum beobachtet. Aber die Vorfreude überwiegt deutlich. „Wir haben noch nie erlebt, dass ein Kind plötzlich nicht mehr auf die Bühne wollte oder geweint hat.“ Für die Kinder sei es eine sehr gute Erfahrung, einmal vor großem Publikum aufzutreten und den Applaus zu genießen. „Wir bemerken da auch eine Entwicklung bei den Kleinen.“ War manch ein Kind beim ersten Auftritt noch so überwältigt vom Anblick der Menschenmenge, dass es alles vergaß und einfach stehen blieb, so hat sich mittlerweile schon etwas mehr Gelassenheit eingestellt. Und die kleinen Tänzerinnen und Tänzer merken: Kleine Patzer sind kein Drama. Der Anblick der „Minis“ bezaubert das Publikum meist unmittelbar, begeisterter Applaus ist den Kleinen gewiss. Auch wenn die Ebbesterne mit 24 Kindern schon jetzt sehr gut besetzt und in der glücklichen Lage sind, nicht händeringend nach neuen Mitgliedern suchen zu müssen, sind diese dennoch willkommen. Das nächste Training nach dem Karneval findet am Montag, 4. März von 16 bis 17.30 Uhr in der Ebbehalle statt. Danach trainieren die Ebbesterne immer am ersten Montag im Monat zur gleichen Zeit. In den Ferien fällt das Training aus. Spiel und Spaß haben bei den Ebbesternen übrigens den gleichen Stellenwert, wie die Disziplin beim Tanzen. „Wir machen regelmäßig Pausen, damit sich die Kinder bei Gruppenspielen austoben können“, so Baum. Wenn die Ebbehalle am kommenden Samstag ab 14.01 Uhr (Einlass ab 13.30 Uhr) fest in Kinderhand ist und die kleinen Karnevalsfreunde bei einem bunten Bühnenprogramm mit den fünf Valberter Garden, mit viel Klamauk und Spaß auf der Bühne und Süßigkeiten, die auf das Narrenvolk herabregnen, bestens unterhalten werden, dann hoffen die Ebbesterne auf regen Zulauf. Der Eintritt beträgt für Kinder und Erwachsene jeweils 4 Euro, bei den Kindern sind alle Getränke im Preis enthalten. ▪ ps

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