Rundwanderweg „Vom Wasser haben wir's gelernt“

Die rot-gestrichelte Linie zeigt den Verlauf des neuen Wanderweges.

MEINERZHAGEN ▪ Rundwanderwege liegen in Trend – das ist auch in Meinerzhagen so. Deshalb ist es nur logisch, neue und interessante Strecken auszuweisen, die einen gewissen „Erlebnisfaktor“ haben.

Und so arbeitete der Leiter des natur- und umweltpädagogischen Zentrums Heed, Matthias Kretschmer, den Themen-Wanderweg „Vom Wasser haben wir’s gelernt“ aus. Die Streckenführung trägt dem Motto Rechnung. Matthias Kretschmer beschreibt die Tour:

„Nach dem Einstieg in Schallershaus, gehen wir in Richtung Meinhardus-Mattenschanzen. Im unteren Drittel der Wiese befindet sich die Aggerquelle, 437 Meter über dem Meeresspiegel. Die Agger ist einer der Sieg-Nebenflüsse und mündet zwischen Siegburg und Troisdorf in die Sieg.

Wir folgen ein Stück dem Sauerland-Höhenflug und kommen nach der rechts steil bergab führenden Teilstrecke an die Agger, die hier noch als kleiner Bach verläuft. Dem plätschernden Bachlauf folgen wir vorbei am Wasserschloss Badinghagen (das bereits 1160 urkundlich erwähnt wurde und wo nur eine Außenbesichtigung möglich ist), wo die Agger einen Stausee durchfließt.

Ein Teil des Wassers wird hier unterirdisch in Richtung Genkeltalsperre geleitet. Wir bleiben auf dem Wanderweg entlang des Stausees bis zur L 323 und halten uns auf dieser Straße etwa 200 Meter in nordwestlicher Richtung entlang des Bachlaufs. Kurz vor dem Transformatorenhaus biegen wir links ab und folgen dem sich leicht schlängelnden Weg bergauf. Bald treffen wir auf den Erlerweg, der uns in südöstliche Richtung führt.

Im Anstieg, nach etwa 200 Metern, schauen wir uns um und blicken zurück in das Aggertal, nach Niederbadinghagen, eingerahmt in grüne Wiesen und Wälder. Dann haben wir fast schon den höchsten Punkt erreicht und es geht bergab in Richtung Helberg. Kurz vor Helberg zweigt der Wanderweg rechts ab und es geht durch abwechslungsreiche Waldgebiete zur Schutzhütte am Harkenstiel. Fast in der Mitte unserer Wanderung legen wir hier eine Rast ein und gehen dann weiter bergab, vorbei an einem grandiosen Buchenhochwald, bis wir auf den Anglerweg treffen.

Hier halten wir uns links und gelangen nach einem kurzen Stück auf den Rundwanderweg an der Genkeltalsperre. Die Genkeltalsperre ist eine Trinkwassertalsperre und wird von verschiedenen kleinen Bächen gespeist. Bitte den Gewässerschutz beachten. Wir halten uns rechts, gehen bergab und genießen die Aussicht auf die links vor uns liegende Wasserfläche. Der Wanderweg führt uns ein Stück an der Talsperre entlang, dann bleiben wir auf dem Weg entlang des Vorstaubeckens in Nord-West- Richtung.

Am Schlagbaum angekommen, wenden wir uns nach rechts und folgen ein kurzes Stück dem leicht ansteigenden Straßenverlauf. Nach etwa 200 Metern verlassen wir die Straße und biegen rechts in den Wald ab. Vorbei an saftigen Weiden folgen wir dem Weg ins Tal der Grotmicke.

An der Pegelstation überqueren wir den Bach über eine kleine Bücke und wenden uns bergauf, dem Bachlauf folgend, nach links. Wir befinden uns nun auf einem schmalen Pfad, der uns durch Wiesen in die Ortschaft Heed führt. Nach ein paar hundert Metern sehen wir auf der linken Seite, in einem im Tal liegenden Gebäude, den Zulauf der Agger aus dem Badinghagener Stausee.

Dem Weg folgend halten wir uns links in Richtung Bebauung. Vorbei an einem sehr schönen Bauerngarten gelangen wir nach Heed. Hier finden wir das wald- und umweltpädagogische Zentrum. Das ehemalige Bauernhaus beherbergt nun 36 Betten und ist Tagungs- und Seminarstätte. Hier ist Bildungsarbeit zur Nachhaltigkeit das Thema. An Sonn- und Feiertagen gibt es zur Kaffeezeit hier leckeren, selbstgebackenen Kuchen und einen guten Kaffee. Nachdem wir uns gestärkt haben, geht es an den letzten Teil unserer Strecke.

Vor dem Haus gehen wir den leichten Anstieg hinauf bis zur Bushaltestelle und dann weiter Richtung Norden bis zur Hauptstraße. Nach der Querung folgen wir wieder leicht ansteigend dem Wanderweg bis zur ersten Abzweigung. Hier halten wir uns rechts und haben bald den höchsten Punkt am Schullandheim und den Schanzen erreicht. Geradeaus der Straße folgend erreichen wir den Schützenplatz. Hier halten wir uns wieder rechts und folgen der Südumgehung bis zum Abzweig auf das Einstiegsportal des Sauerland Höhenfluges. Wir haben unseren Ausgangspunkt in Schallershaus wieder erreicht.

Von hier aus ist es ein Kurzausflug zur Volmequelle, die gegenüber des Parkplatzes über den Fritz-Paulmann- Weg am Volmehof zu erreichen ist. Der Weg zur Quelle bietet ein einzigartiges Panorama des Quellbereichs der Volme. Besonders das Eisenbahnviadukt, die „Fischbauchbrücke“, ist ein eindrucksvolles technisches Bauwerk, welches trotzdem gut in die Landschaft eingefügt ist.“

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