Rückschau und Ausblick bei der katholischen Gemeinde

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Die katholische Gemeinde St. Maria Immaculata hatte zu einem Neujahrsempfang eingeladen.

Meinerzhagen - Eine Rückschau auf die Geschehnisse im vergangenen Jahr und ein Ausblick auf 2016 standen beim Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde St. Maria Immaculata im Fokus.

Bereits im Vorfeld hatte Christoph Kistner die Gemeindemitglieder um viele Bilder gebeten, die nun beim Empfang am Samstag gezeigt wurden.

Nachdem Thorsten Rehberg den Besuchern ein „frohes neues Jahr“ gewünscht hatte, begann die fotografische Zeitreise durch das Jahr 2015 gleich mit der Einführung von Rehberg als neuem Pfarrer. Weiter ging es mit der Einrichtung einer Notfallseelsorge, bei der das Gemeindemitglied Dr. Verena Welschof nunmehr Ansprechpartnerin ist. Es folgten Fotos von der großen Aufräumaktion, der Verwüstung der Kirche St. Christophorus im Mai, der Verabschiedung von Pater Clemens im Juni und der Pfarreiwallfahrt nach Marienheide.

Im August wurde wieder ökumenisch das Gemeindefest rund um die Jesus-Christus-Kirche begangen und der Kirchenchor unternahm seinen Ausflug nach Mainz. Ursula Müller von der Frauengemeinschaft erinnerte unter anderem an eine Krippenfahrt, den Karneval in Kierspe und die Kräuterweihe im August. Im Oktober besuchte die Redaktion des Pfarrmagazins SMIle den WDR in Köln und das Domradio. Eingeladen waren sie als Gewinner eines Wettbewerbes, der die drei besten Pfarrbriefe prämierte.

„Weißer Nebel wunderbar“ aus einem Lied von Matthias Claudius nutzte Pfarrer Rehberg nun für seinen Einstieg in den Ausblick auf 2016 und später. „Das neue Jahr ist auch für mich eine große Unbekannte“, sagte Rehberg. Er ging auf den Pfarreientwicklungsprozess ein, der nun in Gang gesetzt worden ist und der unter anderem die finanzielle und demographische Entwicklung der Gemeinde regeln soll. Auch Ideen, wie Gemeindeleben künftig aussehen soll, sollen dabei unter die Lupe genommen werden.

„In drei Jahren müssen wir mit der Hälfte unseres Haushaltes auskommen“, begann Rehberg seine Erläuterungen. „Uns stellen sich die Fragen ‚Was brauchen wir?‘ und ‚Was brauchen wir nicht mehr?‘“. Als Beispiel nannte Rehberg hier das Pfarrhaus in Grotewiese, welches marode ist und von der Gemeinde nicht mehr gehalten werden kann. St. Engelbert in Rönsahl habe den Status einer „weiteren Kirche“, für die es vom Bistum keine Gelder mehr gibt. „Sobald große Reparaturen anstehen, wird die Kirche geschlossen werden. Der Gottesdienst könnte in der Servatiuskirche gefeiert werden. Dort könnte auch das Pfarrheim genutzt werden“, erläuterte Rehberg weiter.

„St. Marien hat große Probleme“

Für Meinerzhagen sieht er die Situation so, dass es dort zwei Pfarrzentren gibt. In St. Martin sei der Gebäudebestand gut, dort würden nur Kellerräume für das Archiv und Platz für ein Pfarrbüro fehlen. Auch liege es sehr abseits. „Das Jugendheim St. Marien ist nicht für normales Geld zu sanieren. Es ist nicht barrierefrei und verbraucht sehr viel an Heizenergie.“ Beim Pfarrhaus St. Marien müsse das Dach erneuert werden, Schimmel habe sich gebildet und die Toiletten unter der Kirche seien auch nicht mehr auf dem neuesten Stand.

„St. Marien hat große Probleme“, betonte Rehberg. So fragte er die anwesenden Gemeindemitglieder vorab, wie sie sich ihre Kirche „gebäudemäßig“ vorstellen würden. Rehberg schlug dabei vor, von Grund auf neu zu denken. Als Eckpunkte gab er mit, dass das Gotteshaus im Unterhalt bezahlbar sein müsse, es viele Möglichkeiten biete, die schon jetzt oder zukünftig gebraucht werden, und das es eine Kirche sein müsse, in der sich jeder persönlich wohl fühlt.

Nach dem Ende des Ausblickes waren alle Besucher noch zu einer geselligen Runde bei leckerem Essen und kühlen Getränken eingeladen.

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