Musik verbindet über Grenzen

Alle Bläserklassen gemeinsam beeindruckten die Besucher beim gemeinsamen Finale. - Foto: Salzmann

Meinerzhagen - Mit Ohrwürmern aus Film, Musical, Rock, Pop, sinfonischer Blasmusik und Big Band-Sound setzten die Bläserklassen des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen und der Gesamtschule Kierspe sowie der Unterstufenchor der Gesamtschule am Donnerstagabend in der Stadthalle städtische Grenzen außer Kraft.

Von Monika Salzmann

Trefflich „Musik verbindet“ lautete das Motto des gefeierten und vom Rotary Club Meinerzhagen ausgerichteten Benefizkonzerts. Zugunsten der Jugendförderung in den Städten Meinerzhagen, Kierspe und Halver spielten und sangen die Jugendlichen, konzentriert und aufmerksam bei der Sache. Bei freiem Eintritt war das Publikum bei der Premiere des rundum gelungenen Events zu einem „Ausritt“ für die sozialen Projekte des Clubs und die musikalische Arbeit an den Schulen aufgerufen. Durch die Anwesenheit von Austauschschülern aus Taiwan, Finnland, Mexiko, Australien und Venezuela sowie die Verleihung des „Paul Harris Fellow“ an Arndt Kattwinkel ließ Martin Schriever, amtierender Präsident des Rotary Clubs und Initiator des Städte und Schulen verbindenden Konzerts, die Zuhörer im voll besetzten Saal zudem am rotarischen Leben teilhaben. Hans-Georg Miserre, Jugenddienstleiter des Clubs, nahm bei der Vorstellung der Austauschschüler die obligatorische Wimpelübergabe vor.

Mit gemeinsamen Auftritten und Solobeiträgen begeisterten die rund 160 Mitwirkenden Jung und Alt. Unter Leitung von Ulf Kleinitz (5b und 6b des Evangelischen Gymnasiums), Sebastian Haase (7.3), Petra Menges (6.3), Peter Hoberg (5.3) und Johannes Koch (Chor der Gesamtschule) meisterten die Schüler, die der musikalischen Arbeit an ihren Schulen ein erstklassiges Zeugnis ausstellten, ein ansprechendes, kurzweiliges Programm. Für jeden war etwas dabei, das schwelgen, träumen, mit den Füßen wippen und mitklatschen ließ.

Bekannte Filmszenen aus Blockbustern wie „Titanic“ und „Fluch der Karibik“ riefen die Fünftklässler der Gesamtschule, die den facettenreichen Melodienreigen eröffneten, vor Augen. Hier gefühlvoll, dort spritzig nahmen sie ihr Publikum spielfreudig zu den Leinwandhelden mit. Beim „Hard Rock Blues“ gesellten sich die ebenso prächtig aufgelegten Fünfer des Gymnasiums hinzu. Gute-Laune-Lieder wie „Frère Jacques“ oder „Old MacDonald had a band“, bekannt und beliebt, hatten die Gymnasiasten für den Abend einstudiert.

Afrikanische Trommeln ließ der Chor der Gesamtschule, der Gospelliteratur („Siyahamba“) und aktuelle Hits stimmig unter einen Hut brachte, sprechen. Ob Pur oder Peter Schilling: Die jungen Sängerinnen und Sänger verstanden ihr Metier. Die „Lieder“ von Adel Tawil riefen einen Riesenchor auf den Plan. Einen ganzen Sack voller Ohrwurm-Melodien brachte die 6.3 der Gesamtschule, die sprühend lebendig und spieltechnisch bemerkenswert versiert aufspielte, zum Konzert mit. Von der „Biene Maja“ über den „König der Löwen“ bis zu „Rock around the clock“ spannten die jungen Akteure Stil-übergreifend den Bogen.

Der Übergang zum Auftritt der 6b gelang wie bei den Fünftklässlern mit einem gemeinsamen Lied. Die Richtung, wie es nach zwei Jahren Bläserunterricht im Klassenverband weitergehen kann, wiesen die Gymnasiasten mit Jazz und Improvisationen auf („Louie, Louie“). Mit sinfonischer Blasmusik – darunter einem Auszug aus der 1. Sinfonie von Brahms – und flottem, zündenden Big Band- Sound ließen die Siebtklässler der Gesamtschule den Abend ausklingen. Beim Finale aller Beteiligten fand Beethovens „Ode an die Freude“ auch im Publikum vielstimmigen Widerhall.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare