Rohrbruch in der Innenstadt

Hier brach das Wasserrohr. Bauarbeiter sind damit beschäftigt, die schadhafte Stelle zu „flicken“ und die Versorgung überall wieder herzustellen. - Foto: van de Wall

Meinerzhagen - Schreck in der Morgenstunde: Am Dienstag gegen 4 Uhr brach an der Bahnhofstraße, Ecke Volmestraße, ein Wasserrohr. Ausgerechnet im Bereich der Großbaustelle bahnten sich die Wassermassen einen Weg talwärts.

Von Jürgen Beil

Durch die Erdarbeiten in diesem Bereich war zu befürchten, dass die Straßen unterspült würden. Deshalb rückte die Feuerwehr sofort aus, auch Stadtwerke, Polizei und Baufirma eilten zum Ort des Geschehens.

Mitarbeiter des heimischen Wasserversorgers stoppten den Wasseraustritt schnell und die anschließende Untersuchung ergab: Weder Bahnhof- noch Volmestraße wurden unterspült, es besteht keine Gefahr. Auch der Schaden hält sich in Grenzen. „Es handelte sich um einen Rohrbruch in einer für uns nicht ungewöhnlichen Größenordnung. Weil er allerdings an einer so zentralen Stelle passiert ist, war er schon recht spektakulär“, erläuterte Stadtwerke-Chef Michael Berkenkopf im Gespräch mit der MZ. Betroffen war ein Rohr mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern.

Ohne Wasserversorgung blieben in der Folge einige Teile der Meinerzhagener Innenstadt und auch die Stadtwerke selbst waren zunächst abgeschnitten. „Wir haben den schadhaften Bereich stillgelegt, das Wasserrohr dort sollte im Zuge der Bauarbeiten ohnehin komplett erneuert werden“, erläuterte Berkenkopf. Er macht als Ursache Erschütterungen durch die Arbeiten im direkten Umfeld der Leitung verantwortlich: „Das Rohr war auch nicht mehr das neueste, es ist schätzungsweise etwa 50 Jahre alt.“

Wasserrohrbruch an der Bahnhofstraße

Rohrbruch in der Innenstadt

Bis zum Nachmittag sollen auch die restlichen betroffenen Haushalte wieder mit Trinkwasser versorgt werden. In manchen Bereichen Unterm Bamberg und untere Volmestraße/Am Bücking könnte das aber auch ein wenig länger dauern.

„An der Stadthalle haben wir ein Standrohr zur Wasserentnahme aufgestellt. Dort kann Trinkwasser gezapft werden, das allerdings wegen des Hydranten nur als Brauchwasser benutzt werden sollte“, erklärte Michael Berkenkopf.

Er hat darüber hinaus eine Bitte an die Kunden: Weil durch den Rohrbruch Luft in das Netz gelangt ist, fließt mancherorts ein milchiges Wasser/Luft-Gemisch aus den Wasserhähnen. „Sollte das auch am Mittwoch noch der Fall sein, wäre es schön, wenn die Verbraucher uns darüber informieren könnten.“

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