Rinkscheider Schützen trotzen dem Wetter

Das neue Schützenkönigspaar Hans-Gerd und Bärbel Turck eröffnet den Festball in der Halle Rinkscheid.

MEINERZHAGEN ▪ Die Rinkscheider Schützen stellten am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis, dass sie ihrem Schützenfest bei jeder Witterung die Treue halten. Just beim Antreten vor der Festhalle öffnete der Himmel alle Schleusen, es regnete in Strömen. Das dämpfte die Freude auf das bevorstehende Fest aber nur kurzfristig. Wie geplant, machte sich der Zug zu den Klängen des Musikvereins Altenhof und des Spielmannszugs der freiwilligen Feuerwehr Hemer auf den Weg durchs Dorf.

Beim Abholen der Fahnen im Hause Klöpper konnten sich die mittlerweile völlig durchnässten Fahnenträger mit Hochprozentigem stärken, bevor die Schützen ihren Weg fortsetzten. Im Anschluss stiegen alle Schützen und Musiker in zwei Busse, die die ganze Gesellschaft nach Spädinghausen brachten. Hier wurde der noch amtierende König Christian Funke mit seiner Königin Anna Issel abgeholt.

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Schützenfest in Rinkscheid

Die königliche Residenz des Valberters war kurzfristig ins elterliche Haus des Regenten verlegt worden, um den Schützen die weite Anreise zu ersparen. Beim Eintreffen der Schützen stand bereits der gesamte Hofstaat bereit, um die Gäste zu begrüßen und mit einem kühlen Bier auf ein glanzvolles Fest anzustoßen.

Am Nachmittag traten beim spannenden Wettkampf an der Vogelrute sechs Aspiranten für das höchste Schützenamt gegeneinander an.

Nachdem alle Insignien getroffen waren, sahen alle gebannt auf den hölzernen Rumpf des Vogels. Nach minutenlanger Anspannung ging schließlich um 16.54 Uhr ein Aufschrei durch die Menge: Hans-Gerd Turck hatte mit dem 263. Schuss den entscheidenden Treffer gelandet und wurde von den Schützen umjubelt. Zu seiner Königin wählte er seine Frau Bärbel.

Beim feierlichen Einmarsch in die Festhalle bereitete das Rinkscheider Schützenvolk dem neuen Königspaar einen herzlichen Empfang. Die neuen Majestäten wurden mit Jubel und Applaus begrüßt. Hans-Gerd Turck konnte sein Glück kaum fassen. „Ich habe nicht geglaubt, dass der Vogel schon fällt,” schmunzelte er.

Der 55-Jährige arbeitet als Abteilungsleiter, lebt in Pütthof und ist vielen als Mitglied der Meinerzhagener CDU-Ratsfraktion und aktiver Feuerwehrmann bekannt. 1976 bewies er schon einmal Treffsicherheit, als er den Prinzenvogel von der Stange schoss. Auch beim Anlegen auf die Insignien war der neue König erfolgreich: Er sicherte sich mit dem 21. Schuss die Krone, das Zepter fiel nach dem 75. Schuss durch Klaus Schories und den Apfel traf Sven Scharpe mit dem 101. Schuss. Die 129. Kleinkaliber-Patrone, abgefeuert von Peter Turk, brachte den linken Flügel zu Fall, der rechte Flügel ging nach dem 146. Schuss an Manuel Turk.

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