Rinkscheider feiern den beginnenden Frühling

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Gute handgemachte Musik spielte „Seven ab“ und sorgte für Stimmung in der Halle.

RINKSCHEID ▪ „Wir sind ausverkauft“, freuten sich die Rinkscheider Schützen und schauten am Samstagabend auf eine gut gefüllte Mehrzweckhalle.

Alle Hände voll zu tun hatten sie, auch wenn keine Eintrittskarten mehr verkauft werden konnten. Die Gäste bekamen einen Stempel aufgedrückt, mussten sich ihren Bierkrug abholen und dazu die genügende Anzahl an Getränkemarken. Erfahrungsgemäß werden die Abende in Rinkscheid etwas länger. Das hatte auch der Stammtisch der Meinerzhagener Löhschützen, die Schützenbengel, mit eingeplant und sich erst für 2 Uhr morgens vorausschauend ein Taxi bestellt, das die Gruppe sicher wieder nach Hause bringen sollte. „Antreten“, nichts lieber als das, hieß es für die Schützenbengel mit ihrem Königspaar Dieter und Manuela Bender an diesem Abend. Der Kreis mit den kleinen blau-weißen Fläschchen, die nach Waldmeister schmeckten, wuchs immer mehr in die Höhe. Es ist das neue Trendgetränk, das für ereignislose Stunden auch einen kleinen Becher mit Würfel zum Knobeln mitliefert.

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Frühlingsparty in Rinkscheid

Nicht nur aus Rinkscheid und Umgebung kamen die Gäste an diesem Abend. Auch Besuch aus Hildesheim war da. Der amtierende Schützenkönig und seine Königin sind regelmäßig zu Gast bei den Sauerländern, wenn diese die Saison mit ihrer Frühlingsparty einleiten. Entspannt verrichteten die vielen Helfer hinter den Thresen und in den Bierrondells ihre Arbeit. Die Kollegen der Feuerwehr machten das, was sie am besten konnten: löschen. Nur war es diesmal Bier, das aus den Schläuchen kam und ab und an auch ein Meter Wasser.

Die Musik, die in diesem Jahr geboten wurde, hatte für jeden Geschmack etwas dabei. „Seven ab“ heißt die Band und kommt aus dem benachbarten Wenden. Seit 19 Jahren stehen die Musiker in dieser Formation auf der Bühne und haben ihre Visitenkarten schon auf einigen Festen abgegeben. 2007 hatten sie ihren ersten Auftritt auf Gut Haarbecke in Kierspe, 1999 auf dem Olpener Stadtfest mit den Höhnern und 2006 waren sie in der Justizvollzugsanstalt Attendorn und gaben ein Konzert. Mit Lars Freiberg aus Schalksmühle hat die Gruppe auch einen echten Sauerländer dabei, der schon als Achtjähriger nicht mehr von seinem Schallplattenspieler und den Kiss-LP's zu trennen war. Seine ersten Gehversuche machte er mit „Essex“, ist aber seit 19 Jahren mit „Seven ab“ auf Tour. Ob „Unchain my heart“ von Joe Cocker oder „Mensch“ von Herbert Grönemeyer, nicht nur er, auch die ganze Band überzeugten durch ihre Vielfältigkeit. In nichts nach stand Stephanie Nix ihrem Kollegen Lars Freiberg. Seit 2005 röhrt sie wie zu besten Rockzeiten, zeigt aber auch ihre sanfte Seite. Beide ergänzten sich gut und sorgten so für eine große Bandbreite.

Es war ein gelungener Saisoneinstieg für den Schieß- und Schützenverein Rinkscheid. Ein Blick in die Mehrzweckhalle bestätigt die Erfahrung: Wird Qualität geboten, danken es die Besucher und kommen gerne. ▪ GeG

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