„Es fehlt jemand, der den Mut hat, den Laden zu betreiben“

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Ortsvorsteher Fred Oehm wäre froh, wenn sich die Türen des ehemaligen Rewe-Marktes bald wieder öffnen würden.

MEINERZHAGEN -   Die schlechte Nachricht: Es gibt noch immer keinen Nachfolger für die Familie Trost, die zuletzt den Rewe-Markt an der Valberter Ihnestraße betrieben hat. Die gute: Die Suche geht weiter.

Von Jürgen Beil

Ortsvorsteher Fred Oehm hatte in den vergangenen Wochen Kontakt zum Eigentümer des Gebäudes, der Rewe-Gruppe. Von Verkaufsleiter Jürgen Rölle erfuhr Oehm nach eigener Aussage, dass der Weiternutzung der Immobilie eigentlich nichts im Wege steht. „Die Statik des Daches wurde von Rewe in Ordnung gebracht. Die dafür nötigen Investitionen wurden vom letzten Pächter bekanntlich als ein Grund für die Schließung genannt“, erläuterte Fred Oehm bei einem Ortstermin. „Von Rewe habe ich allerdings auch erfahren, dass man dort weiter auf der Suche nach einem Pächter ist und dass sich in dieser Hinsicht noch nichts getan hat. Fakt ist, dass wir in Valbert keine Metzgerei haben und auch keinen Getränkemarkt. Wer beispielsweise Frischfleisch oder spezielle Getränke kaufen möchte, muss also nach Meinerzhagen oder Attendorn fahren. Das ist nicht gut für Valbert.“

Auch die Bemühungen des Ortsvorstehers gelten aktuell der Suche nach einem Pächter, der den ehemaligen Rewe-Markt weiter betreiben möchte. „Das Gebäude ist in einem guten Zustand. Jetzt fehlt nur jemand, der den Mut hat, den Laden weiter zu führen.“ Dass sich das lohnen würde, davon ist Fred Oehm überzeugt, auch wenn der letzte Pächter aufgeben musste. Möglich sei das aber wohl nur in Verbindung mit dem benachbarten Getränkemarkt, der ebenfalls leer steht. „Marktanalysen haben ergeben, dass sich ein Getränkehandel allein wohl nicht rentieren würde“, weiß Oehm.

Das Grundstück, auf dem das Gebäude an der Ihnestraße steht, gehört laut Fred Oehm einem Valberter, der zurzeit im Ausland lebt. „Auch er würde sich wünschen, dass die Immobilie wieder mit Leben gefüllt wird“, erzählt der Ortsvorsteher. Dass es im Valberter Ortskern auch Konkurrenz durch einen Discounter gibt, müssten Interessenten allerdings einkalkulieren.

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