Aufzug-Reparatur: Tonnenschwere Arbeit

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Ordentlich zupacken mussten die Monteure, um mittels zweier Flaschenzüge die Kabine hochzuwuchten.

Meinerzhagen - Seit dem 11. Dezember steht der Aufzug zum ZOB still. In den Schacht war durch die Lüftungsgitter Feuchtigkeit eingedrungen. Die seitdem angelaufenen Arbeiten zur Fehlersuche und Reparatur wurden am Montag fortgesetzt.

War die Überprüfung der Schaltelektronik lediglich eine technische Herausforderung, brauchte es für die Fehlersuche ab Montagmorgen zusätzlich Muskelkraft.

Diese mussten die beiden Techniker der Firma Schindler einsetzen, um mit zwei Flaschenzügen die etwa 1,5 Tonnen schwere Fahrgastkabine Zentimeter für Zentimeter nach oben zu hieven. Nach gut drei Stunden kräftezehrendem Einsatz waren die etwa sechs Meter Höhenunterschied geschafft.

„Mit dem Motorischen Antrieb war nichts zu bewegen, der Antriebsmotor bewegt sich nicht“, sagten die beiden Fachleute vor Ort gegenüber der Meinerzhagener Zeitung. Über das Kabinendach haben die Monteure nun die Möglichkeit, die Schäden an dem unter dem Schachtdach hängenden Motor genauer ermitteln zu können.

Ebenfalls müssen sie sich um die Bremsanlage für die Kabine, welche im Normalbetrieb ein plötzliches Absacken verhindert, kümmern. Auch dort steht noch nicht fest, ob eine Reparatur vor Ort möglich ist oder ein Austausch der infrage kommenden Teile nötig wird.

Ein Umstand, der nach Einschätzung der Monteure für die beschädigten Elektronik- und Elektrokomponenten zutreffen dürfte. Dass der Schaden, unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen der Stadt mit dem für den Bau der Brücke und der Aufzüge zuständigen Planungsbüro, nicht zu Lasten des städtischen Etats gehen wird, bekräftigte gestern Frank Markus, Leiter des Gebäude- und Immobilienmanagements.

„Der Schaden ist durch die Maschinenversicherung abgedeckt.“ Wann der behoben sein wird, soll sich in den nächsten Tagen klären. Dann liegen die Lieferzeiten für die Ersatzteile und der daraus resultierende Reparaturzeitplan vor. Die Stadt weist in diesem Zusammenhang nochmals auf den barrierefreien Zugang zum Bahnsteig über die Weststraße hin.

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