Volle Konzentration gilt dem Reisebüro

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Jutta Oerder freut sich darauf, ihre ganze Arbeitskraft bald in das Reisebüro investieren zu können. Post, Kiosk und Lotto lenken dann nicht mehr vom eigentlichen Kerngeschäft ab.

Valbert - „Konzentration auf das Kerngeschäft.“ Genau das ist es, was Jutta Oerder vom Valberter Reisebüro Lück in Zukunft plant. Und das bedeutet: In dem Betrieb an der oberen Ihnestraße werden Postagentur, Lotto-Annahmestelle und Kiosk aufgegeben. Das wird spätestens am 30. April 2016 geschehen, wenn die Kündigungsfrist für die Postagentur endet.

Stattdessen wollen sich Reisebüro-Inhaberin Jutta Oerder und ihre Tochter Caroline – ausgebildete Touristik-Kauffrau – ganz dem Geschäft mit Urlaubsreisen widmen. Der Firmensitz für das Reisebüro bleibt derselbe: Ihnestraße 35. Und neben Mutter und Tochter Oerder gehören auch künftig eine festangestellte Kollegin, eine Auszubildende und eine Teilzeitkraft zum Team des Reisebüros.

Schon seit 1990 ist Jutta Oerder Chefin des kleinen Unternehmens, das ihr Vater Eugen Lück 1949 gründete. Caroline Oerder absolvierte hier ihre Ausbildung und arbeitet seit zwei Jahren als qualifizierte Vollzeitkraft an der Seite ihrer Mutter. Beide sehen in der Spezialisierung auf den Reisesektor entscheidende Vorteile: „Wir möchten einfach noch mehr für unsere Kunden da sein und nicht durch andere Tätigkeiten abgelenkt werden“, erklärt Jutta Oerder, was für sie schließlich den Ausschlag für den Einschnitt gab.

Leicht fällt der Valberterin die Entscheidung zur Aufgabe der Bereiche Kiosk, Lotto und Post nicht. „Doch ich freue mich sehr darauf, mich ganz auf das Reisebüro konzentrieren zu können. Mit einem weinenden Auge gebe ich den Rest ab – den Bereich Lotto nach inzwischen 48 Jahren.“ Dass die Infrastruktur in Valbert durch die Reduzierung der Dienstleistungen in ihrem Betrieb leidet, das möchte Jutta Oerder auf keinen Fall. „Der Ortsvorsteher ist eingeschaltet und wir suchen nach einem Nachfolger, der Post, Lotto-Annahme und Kiosk weiter betreibt. Im Moment bestehen berechtigte Hoffnungen, dass dieser Service im Ortskern weiter angeboten werden kann“, ist die Geschäftsfrau zuversichtlich.

Angst vor dem Internet hat Jutta Oerder übrigens nicht. In Sachen Reisebuchungen habe ihr diese Variante keinesfalls geschadet: „Wir leben von der Qualität unserer Beratungen, weil wir wissen, wovon wir sprechen. Unsere Kunden kommen sowohl aus dem näheren Umkreis als auch von weither, etwa aus Hamburg, Köln und München. Das funktioniert dann oft durch gute Erfahrungen und Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir selbst besuchen viele Weiterbildungen und unternehmen Info-Reisen. Deshalb können wir dann auch aus eigener Erfahrung und mit Überzeugung weitergeben, welche Ziele empfehlenswert sind.“

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