49. Regionalentscheid „Jugend musiziert“

Musikschulleiterin Alexandra Hänisch, Ulrich Zajusch als Vertreter des Regionalausschusses Westfalen-West und Sparkassen-Marketingleiter Arnd Clever informierten über den 49. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Bereits zum 49. Mal wird in diesem Jahr der Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausgerichtet. Auch die Musikschule Volmetal ist in die Ausrichtung eingebunden.

Am kommenden Sonntag, 12. Februar, präsentieren sich im Rahmen einer musikalischen Matinee im Foyer der Stadthalle fünf junge Nachwuchsmusiker aus dem heimischen Raum, die sich bereits auf Bezirksebene erfolgreich am Wettbewerb haben behaupten können, im Rahmen eines sogenannten Preisträger-Konzertes. Beginn ist um 11.15 Uhr.

„Eingeladen zur Veranstaltung sind alle Musikinteressierten bei freiem Eintritt“, erklärt Musikschulleiterin Alexandra Hänisch. Sie informierte im Rahmen eines Pressegesprächs gemeinsam mit dem Lüdenscheider Ulrich Zajusch als Vertreter des Regionalausschusses Westfalen-West über den laufenden Wettbewerb. Zugegen war auch Marketingleiter Arnd Clever von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen. Die Sparkassen der Region unterstützen als Sponsoren die ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis erfolgende Organisation und Durchführung der Veranstaltungsreihe.

An sechs Orten wurden bereits die Wertungen auf Regionalebene ausgetragen. Die Musikschule Volmetal hatte dabei die Ausrichtung für den Bereich Blockflöte übernommen. Die Teilnehmer der Region Westfalen-West kommen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, der Stadt Hagen und dem Märkischen Kreis.

Weiter geht es in dem dreistufigen Wettbewerb mit den Entscheidungen auf Landes- und anschließend auf Bundesebene.

Eine aktuelle Entwicklung bereitet den Organisatoren mit Blick auf die Zukunft erhebliche Sorgen: Nur 144 Kinder und Jugendliche haben sich diesmal an den sechs Wertungen auf Regionalebene beteiligt. Das ist, wie Ulrich Zajusch informiert, „ein Einbruch der Teilnehmerzahlen gegenüber dem vergleichbaren Wettbewerbsjahr 2009 um nahezu dreißig Prozent.“ Die Gründe, die einen solchen Einbruch nach beständig wachsender Teilnahme bedingen, seien hinlänglich bekannt: „Den Instrumentallehrern werden in wachsendem Umfang Gruppenunterrichte aufgebürdet, durch das Programm ‚Jedem Kind ein Instrument’, aber vor allem auch durch parallel sich auswirkende kommunale Sparmaßnahmen auf Kosten der kulturellen Jugendbildung“, so die Kritik. Für die zeitaufwendige Vorbereitung von Wettbewerbsteilnehmern, höchstes Engagement im Einzelunterricht mit einer großen Zahl an Zusatzproben, bleibe leider zu wenig Zeit.

Den Schülern selbst gehe es nicht besser. Die extreme Verdichtung von Unterrichtsstoff an den Gymnasien mit einer Ausweitung der Schulstunden in den Nachmittag hinein lasse keinen Raum mehr für individuellen Musikunterricht. Der Regionalausschuss werde diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiter intensiv beobachten und analysieren, kündigt Ulrich Zajusch an.

Umso höher zu bewerten vor diesem Hintergrund seien die auf Regionalebene gezeigten Leistungen der diesjährigen Teilnehmer. So erreichte beim Blockflöten-Entscheid in Meinerzhagen in Meinerzhagen beispielsweise Franziska Behr aus Menden 24 von 25 möglichen Punkten und qualifizierte sich damit für den Landesentscheid. Die erst siebenjährige Maggy Ryß aus Meinerzhagen kam in der Wertung Gitarre sogar auf volle 25 Punkte, ist allerdings leider noch zu jung, um damit auch am Landeswettbewerb an den Start gehen zu können. Am Sonntag aber darf sich das hoffnungsvolle Musiktalent im Rahmen des Preisträgerkonzertes in der Stadthalle einem größeren Publikum präsentieren, gemeinsam mit Alisa Raatz (Querflöte), Jessica Enes (Gitarre), Liane Hellerforth (Klavier) und Barnabas Herrmann (Blockflöte). Die große Abschlussveranstaltung für die Region findet am Samstag, 10. März, ab 11 Uhr mit einem Matinee-Konzert im Sparkassen-Karree in Hagen statt. Alle Infos zum Wettbewerb im Internet gibt es unter http://www.jugend-musiziert.org. ▪ -fe

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