Ziel: Vitalisierung der Innenstadt

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Aufgabe des Quartiersmanagements sollen auch Maßnahmen sein, die dem Leerstand entgegenwirken. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Das Regionale-Projekt „Oben an der Volme“ gibt der Stadt Meinerzhagen auch die Möglichkeit, unter Einsatz von Fördergeldern des Landes neue Perspektiven für die Innenstadt von Meinerzhagen zu eröffnen.

Dabei geht es konkret um die Einrichtung eines sogenannten Quartiermanagements mit dem Ziel, im Zusammenwirken mit Anliegern und Akteuren geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um konkret beispielsweise dem zunehmenden Leerstand von Ladenlokalen entgegen zu wirken und mit weiteren geeigneten Maßnahmen zu einer Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beizutragen.

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am kommenden Montag, 1. Juli, Beginn 17 Uhr im Sitzungsraum des Rathausgebäudes 1 an der Bahnhofstraße geht es um dieses Thema: „Innenstadt Meinerzhagen – Programm Urbanität/Perspektiven für die Innenstadt von Meinerzhagen; hier: Interaktive Prozesse und Quartiersmanagement.

Der Beschlussvorschlag für den Ausschuss und den Rat sieht dazu wie folgt aus:

„Der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt empfiehlt, der Rat beschließt

1.die Durchführung der interaktiven Prozesse mit Anliegern und Akteuren des Zentrums, das Quartiersmanagement und die Einrichtung eines Quartiersbüros,

2. die Durchführung von Leerstandsmanagement im Zentrum von Meinerzhagen; Grundlage hierfür sind die der Vorlage beigefügten „Richtlinien zur Durchführung von Leerstandsmanagement im Zentrum Meinerzhagen“ in der Fassung vom 6.6.2013, die hiermit beschlossen werden,

3. die Einrichtung eines Verfügungsfonds mit einem Gesamtbudget von 80 000 Euro. Davon betragen die zuwendungsfähigen Ausgaben 40 000 Euro mit einem Eigenanteil der Stadt Meinerzhagen von 16 000 Euro. Die „Richtlinien zur Gewährung von Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds im Zentrum Meinerzhagen“ in der beigefügten Fassung vom 6.0.2013 werden hiermit beschlossen,

4. das Gremium („Gremium Zentrum Meinerzhagen“) zur Entscheidung über die Mitteleinsetzung aus dem Verfügungsfond wie folgt zu besetzen: Arbeitskreis „Regionale/Ortskernentwicklung“ der Stadt Meinerzhagen oder Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU).“

In der Beschlussvorlage der Verwaltung wird zur Begründung für diese geplante Maßnahme unter anderem dies ausgeführt:

„Die Vitalisierung der Zentren ist ein wesentliches Ziel des Regionale 2013-Projekts „Oben an der Volme“. Die Innenstadt der Stadt Meinerzhagen besitzt Strahlkraft und Potenzial. Mit dem Entwicklungstitel „Programm Urbanität“ ist der Anspruch an ein wirtschaftlich und kulturell starkes Zentrum verbunden. Es soll vitalisiert und weiterentwickelt werden, damit es an Bedeutung gewinnen und seiner Funktion als Mittelzentrum für Meinerzhagen und die Region gerecht werden kann.

Wesentlich sind die Stärkung der Zentralität und eine Stabilisierung der zentralen Angebote, besonders des Einzelhandels. Hierzu wurde unter anderem bereits ein Entwurf eines Einzelhandelskonzeptes vom Büro „Stadt + Handel“ erarbeitet.

Wichtige Teilbereiche Meinerzhagens, wie zum Beispiel der Bahnhof und das zu attraktivierende Umfeld, sollen durch direkte, barrierefreie Wege in das Innenstadtgefüge integriert werden.

Mit der Schaffung neuer bzw. qualifizierter „Orte der Begegnung“ im öffentlichen Raum durch Aufwertung des Volksparks mit der Villa im Park, der Umgestaltung des Quartiers an der Stadthalle und einer Qualifizierung des Zentrums und der Altstadt können und sollen das Erscheinungsbild des Zentrums verbessert, die Identifikation der Meinerzhagener Bevölkerung mit der Stadt gestärkt und die mittelzentralen Funktionen ausgebaut werden.

Mit der Steigerung der Aufenthaltsqualität am Stadtplatz „VolmeMarkt“ und der Offenlegung der Volme soll eine Aufwertung des Zentrums und der Altstadt vorgenommen werden. Geplant sind auch die Vitalisierung der Fußgängerzone zum Beispiel durch ein Qualitätsquartier mit einem Branchenschwerpunkt im Einzelhandel oder für Gastronomie im südlichen Teil sowie die Qualifizierung der Hauptstraße, des Kirchplatzes und der Fassaden stadtbildprägender Gebäude.

Als flankierende Maßnahmen zu den baulichen Leitprojekten der Regionale wurden deshalb „Interaktive Prozesse“ mit „Quartiers- und Leerstandsmanagement“ für das Zentrum beantragt und auch zwischenzeitlich hierfür Städtebauförderungsmittel bewilligt.

Die Bestandteile des Quartiersmanagements sind:

- Einrichtung eines Quartiersbüros

- Interaktive Prozesse zu Planungskonzepten und gemeinsame Planung von Veranstaltungen und Aktionen

- Durchführung eines qualifizierten Leerstandsmanagements

- Einrichtung eines Verfügungsfonds zur Städtebauförderung

- Auflegen eines Fassadenprogramms – geplant für Mitte 2014 bis Mitte 2017 –

- Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) oder - evtl. Gründung für einen räumlichen Teilbereich zu einem späteren Zeitpunkt.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme an der Ausschusssitzung eingeladen.

Die vollständige Beratungsvorlage ist – wie auch bei anderen Sitzungen – hierzu auf der Internetseite der Stadt Meinerzhagen (http://www.meinerzhagen.de) und hier unter dem Link „Ratsinfosystem“ einsehbar und abrufbar. ▪ -fe

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