Badestelle Windebruch wird ertüchtigt

Als Fotomotiv mag sie noch ganz idyllisch sein, die Badestelle in Windebruch. Als touristischer Anziehungspunkt und für den praktischen Badebetrieb sind jedoch Verbesserungen nötig.

Windebruch - Im Rahmen des Regionale-Projektes Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee war sie ursprünglich vorgesehen und hätte mit Fördermitteln vorgenommen werden können: Die Qualifizierung der Badestelle in Windebruch. Obwohl mittlerweile die notwendigen wasserrechtlichen Genehmigungen vorliegen, wird aus der Realisierung in der ursprünglichen Form nichts werden. Vielmehr sieht die nunmehr im Bauprogramm 2016 festgelegte Variante, eine „abgespeckte“ Version vor.

Die in Windebruch seit Jahrzehnten vorhandene städtische Badestelle sollte durch eine „künstliche Anlandung“ erheblich vergrößert werden. Ebenfalls stand die Herrichtung zusätzlicher Angebote für die Badegäste (Umkleidemöglichkeiten, Wasserspielplatz für Kinder oder ähnliches, sowie die landschaftliche Umgestaltung und eine neue WC-Anlage, auf dem Plan.

Dabei war immer klar: Ohne Fördermittel, die rund 70 Prozent der Kosten von insgesamt rund 300 000 abdecken würden, gebe es keine Realisierungsmöglichkeit.

Mit dem im Jahr 2013 erteilten Bewilligungsbescheid war diese Hürde genommen. Bis zum heutigen Tag allerdings, sind zwei ebenso „zwingende Fakten“ für die Umsetzung der Maßnahme nicht erfüllt.

Weder sind die notwendigen 40 000 Kubikmeter unbelasteter Boden für die Auffüllung bisher gefunden, noch ist die Sanierung der L 708 und die damit einhergehende Schaffung des Geh- und Radeweges sowie die Erweiterung der Parkmöglichkeiten in greifbare Nähe gerückt.

„Wir sehen in absehbarer Zeit nicht die Chance, dass sich die Faktenlage diesbezüglich positiv verändern könnte“, so Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar auf Anfrage der MZ.

Eine Aussage, die sich in gleicher Form in den Erläuterungen zum Bauprogramm wiederfindet. „Leider muss nach wie vor davon ausgegangen werden, dass kein geeignetes Bodenmaterial zur Anfüllung zur Verfügung gestellt werden kann. Auch scheint eine Realisierung des entlang der Lister geplanten Rad- und Fußweges kurzfristig nicht möglich zu sein“, heißt es dort.

Genau dieser Umstand hat die Verwaltung nunmehr zu einem neuen Vorschlag bewogen, dem bereits der zuständige Fachausschuss grundsätzlich im Rahmen der Haushaltsplanberatungen gefolgt ist.

Unabhängig von den bisherigen Plänen, soll die Badestelle Windebruch ertüchtigt werden. Hierzu will man die bei der „geförderten Variante“ eingeplanten Eigenmittel von rund 90 000 Euro in die Hand nehmen, um einen Schwimmsteg mit integrierter Badeplattform zu erstellen. Ebenso sollen die Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten optimiert werden.

„Unter Umständen können wir für die Umgestaltung auch noch auf Mittel aus der LEADER-Förderung zurückgreifen. Dann würde sich die jetzt eingesetzte Summe noch entsprechend reduzieren“, erläutert Friedrich Rothaar.

In Hunswinkel steht indes im kommenden Jahr eine zwar nicht so umfangreiche, aber nicht weniger wichtige Maßnahme an. Mit den eingeplanten 20 000 Euro soll dort der Ende der 1960er-Jahre errichtete und mittlerweile marode Badesteg erneuert werden. Der im Moment noch komplett aus Holz bestehende Zugang zum Wasser verursachte in der Vergangenheit einen hohen jährlichen Erhaltungsaufwand. Auf die dringende Sanierungsbedürftigkeit hatte auch der Ruhrverband, als Betreiber der Listertalsperre, bereits hingewiesen.

Zügig vorangehen soll es bei einem anderen Teil des Regionale Projektes Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee.

In Sondern soll das komplette Umfeld des Bahnhofes, des Uferbereiches und der Anlegestelle mit ihren Zuwegungen, erfolgen.

Mit dem Ziel den Biggesee noch mehr in die touristische Nutzung einzubeziehen, wird in Zukunft beispielweise ein großer Seebalkon für einen guten Überblick sorgen.

„Die Ausführungsplanungen stehen kurz vor ihrem Abschluss. Im Frühjahr schreiben wir die Aufträge aus und hoffen, in der Mitte des nächsten Jahres anfangen zu können“, so der Bauleiter Thomas Stupperich von der Stadt Olpe, auf Nachfrage der MZ. Mit dem bereits abgeschlossenen Umbau eines Parkplatzes, werden die Arbeiten rund 3,8 Millionen kosten.

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