„Regionale“ auch im Listertal

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Vorgesehen ist, die Badestrandwiese auf der kleinen Halbinsel im Listersee durch eine so genannte künstliche Anlandung erheblich zu vergrößern. ▪

LISTERTAL ▪ In Sachen Regionale soll sich auch rund um die Erholungs- und Naturregion Biggesee/Listertalsperre etwas tun. Gemeinsam haben der Märkische Kreis und der Kreis Olpe sowie die Anrainerkommunen Attendorn, Drolshagen, Olpe und Meinerzhagen ein Projekt auf den Weg gebracht.

Auch hier gibt es offenbar gute Chancen, mit dem dritten Stern in eine finanzielle Förderung durch das Land zu kommen, um dann die verschiedenen Maßnahmen realisieren zu können. „Wir sind hier zwar nur ein kleines Rad am großen Wagen, aber immerhin noch mit drei konkreten Projekten beteiligt“, erläuterte in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am Dienstag Bürgermeister Erhard Pierlings. Der Ausschuss gab nach nur kurzer Diskussion, wie zuvor auch schon für das Volmetal-Projekt geschehen, vom Grundsatz her seine Zustimmung. Auf Meinerzhagener Stadtgebiet vorgesehen sind danach die folgenden drei Maßnahmen:

• Aufwertung der Badestelle am Heiligenberg in Windebruch. Vorgesehen ist, die Badestrandwiese auf der kleinen Halbinsel im Listersee durch eine so genannte künstliche Anlandung erheblich zu vergrößern. Hierzu soll die Bucht an der L 707 gegenüber dem Hotel „Fischerheim“ und dem Campingplatz „Seeblick“ verfüllt und auf dieser so neu gewonnenen Fläche eine Badestrandwiese mit Bepflanzung und zusätzlichen Angeboten für Badegäste (Umkleidemöglichkeiten, Wasser-Matsch-Spielplatz etc.) hergerichtet werden. Die Kosten hierfür werden auf insgesamt rund 270 000 Euro veranschlagt.

• Herrichtung von Radportalen in Valbert und Hunswinkel. Wichtiger Baustein des Bigge-Listersee-Projektes ist der „Bigge-Lister-Radring“, bestehend aus zwei Themen-Radrouten. Hierzu gehören zum einen der sogenannte Seeradweg und zum anderen der sogenannte Höhenradweg.

Während die Seeroute unmittelbar an Bigge- und Listersee entlang führt und an einigen Stellen, vor allem im Bereich vom Schnüttgenhof (Attendorn) bis zur Brücke nach Kalberschnacke durch Windebruch hindurchführend und weiter nach Hunswinkel noch durch einen separat geführten Radweg ergänzt werden muss, kann auf der Höhenroute die Wasserfläche weiträumig und im Wesentlichen auf bestehenden Straßen und Wegen umfahren werden. Diese auch „großer Bigge-Listersee-Rundweg“ genannte Strecke führt auch durch Valbert und durch Hunswinkel. Zur Qualifizierung der Radrouten sollen neben einer Beschilderung entlang der Wege insgesamt 28 Stationen entstehen. Hierbei handelt es sich um kleine, gestaltete Rastplätze, Aussichtspunkte oder sogenannte Tore/Radportale. Zwei Portale und ein Aussichtspunkt auf Meinerzhagener Gebiet würden rund 45 000 Euro kosten

• Ausbau Radweg Mühlhofe – Albringhausen. Im Zuge der Höhenroute soll parallel zur L 539 von der Knochenmühle beginnend bis Albringhausen ein neuer Radweg angelegt werden. Dabei soll ein weitgehend vorhandener Wirtschaftsweg entsprechend ausbaut werden. Die Kosten in Höhe von rund 150 000 Euro würde der Landesbetrieb Straßen NRW komplett übernehmen. ▪ -fe

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