Verwaltung hat weitere Regionale-Projekte im Blick

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Derzeit erstrahlt der Stadtpark in weihnachtlichem Glanz. Momentan wird er überplant.

Meinerzhagen - Ein Name muss nicht immer Programm sein – so etwa beim Förderprogramm Regionale Südwestfalen, die zwar das Jahr 2013 im Titel trägt, aber weit darüber hinaus noch realisiert und vor allem finanziert werden muss. Und so stehen auch für das kommende Jahr zahlreiche Projekte an, die Meinerzhagen attraktiver machen sollen. In vielerlei Hinsicht.

Von Frank Zacharias

Noch bis mindestens 2016 wird die Stadt jährlich weitere Anträge zur Realisierung einzelner Maßnahmen stellen, berichtete Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar im Gespräch mit der MZ. „Das ist auch kein Problem, weil wir Projekte natürlich erst nach und nach umsetzen und entsprechend auch erst die Förderanträge stellen können“, erklärte er.

Kurzum: Wo 2013 draufsteht, darf auch 2016 drin sein – und zu finanzieren gibt es noch eine Menge. Zum großen Teil freilich nicht von der Stadt, sondern von Land und Bund, die sich mit bis zu 80 Prozent an Maßnahmen beteiligen.

Ein Thema, das schon Anfang kommenden Jahres konkreter angegangen werden soll, ist der Stadtpark: Derzeit erarbeite ein Landschaftsplaner einen Entwurf, der den Gremien der Stadt vorgestellt und zur Abstimmung gebracht werden soll. Anders als beim Stadthallenumfeld erfolgte diese Ausschreibung nicht per Wettbewerb, so Rothaar, der sich dennoch attraktive Pläne erhofft.

Und geht es um den Park, ist die Villa nicht weit: Für sie werde derzeit ein Architekt gesucht, der zunächst ein Aufmaß der Räume machen müsse, um dann mit den Umbauplänen beginnen zu können. Friedrich Rothaar: „Vor Mitte 2015 wird der Umbau daher sicher nicht starten.“

Umgesetzt werden soll im kommenden Jahr außerdem die „Qualifizierung der Innenstadt“ mit Fußgängerzonen, Altstadt und Hauptstraße. Die Workshops mit Anwohnern und Eigentümern sollen dazu fortgesetzt werden, so dass Leitlinien konkretisiert und Ideen weiterentwickelt werden können.

Ob Pflanzkübel, Sonnensegel oder Spielmöglichkeiten für Kinder – es gibt eine Vielzahl von Vorschlägen, die es abschließend zu prüfen gilt. Dazu gehört laut Rothaar auch der Straßenbelag in einzelnen Bereichen, eine bessere Beleuchtung oder auch akzentuierte Eingangsbereiche zur Fußgängerzone, etwa durch Stelen.

Erarbeitet wird derzeit außerdem das Fassadenprogramm, durch das Eigentümer im Innenstadtbereich die Möglichkeit erhalten sollen, ihre Gebäude zur Straßenseite hin von Grund auf zu sanieren. „Das Stadtplanungsbüro ASS aus Düsseldorf erarbeitet derzeit Richtlinien – all das wird ebenfalls Anfang des Jahres ein Thema werden“, erklärte Friedrich Rothaar.

Dem Fassadenprogramm zugrunde liegt eine ebenfalls noch anzufertigende Fotodokumentation des derzeitigen Zustands der Fassaden. Im Fokus des Fassadenprogramms stehen Gebäude, die einen stadtbildprägenden Charakter haben, unter Denkmalschutz stehen oder historisch wertvoll und erhaltenswert sind.

In anderen „Oben an der Volme“-Kommunen läuft das Programm bald ebenfalls an: Maximal 50 Prozent der anerkannten Umbaukosten der Eigentümer sind zuwendungsfähig. Allerdings sind die Ausgaben mit höchstens 60 Euro pro Quadratmeter umgestalteter Fläche gedeckelt. So erhält ein Eigentümer also höchstens 30 Euro pro Quadratmeter an Förderung.

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