Bahn stellt Wagen für Strecke nach Köln vor

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Der neue „Corodia LINT“ der Firma Alstom soll auch auf dem Schienennetz zwischen Köln und Meinerzhagen verkehren und neue Maßstäbe in Sachen Komfort setzen.

MEINERZHAGEN/KÖLN -  Die Deutsche Bahn rüstet sich für die Regional-Strecken zwischen Ahr und Volmetal: Die Bahn-Tochter DB Regio NRW stellte am Mittwoch in Köln 56 Fahrzeuge der neuen Generation „Alstom Coradia LINT“ vor, die auch auf der Strecke zwischen Meinerzhagen und Köln verkehren sollen. Doch präsentiert wurde weitaus mehr.

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„vareo“ lautet das Stichwort, mit dem die Bahn ihre Rolle in der Region auf den Punkt bringen will. Jeder Buchstabe dieses Begriffs steht dabei für eine der versorgten Regionen: Voreifel, Ahrtal, Rhein, Eifel, Oberbergisches Land/Oberes Volmetal. Und jede davon soll bis Mitte des Jahres mit den „komfortablen und leistungsstarken“ Triebwagen ausgestattet worden sein, die gestern im Zentrum des Interesses zahlreicher Besucher auf dem Kölner Hauptbahnhof standen.

Denn die Passagiere sollen – wenn sie denn endlich auch in Meinerzhagen zusteigen können – auf moderne Ausstattung der Fahrzeuge „Coradia LINT“ der Typen 54 und 81 des Herstellers Alstom treffen. Dazu soll etwa die ergonomische Bestuhlung beitragen, die für eine bequeme Fahrt sorgen soll. Geboten werden aber auch Steckdosen am Sitzplatz, eine Klimatisierung und Info-Bildschirme, die die Haltestellen anzeigen. Darüber hinaus setzten die neuen Fahrzeuge auch in technischer Hinsicht Maßstäbe: Die DB Regio bewirbt sie als „besonders schadstoffarm“. Die variabel kombinierbaren Fahrzeuge sollen flexible Zusammenstellungen von 180 bis 480 Sitzplätzen ermöglichen – je nach Bedarf.

Nach Gewinn der bislang größten europaweiten Ausschreibung in Nordrhein-Westfalen hatte DB Regio NRW im Dezember den Betrieb des so genannten Kölner Dieselnetzes für weitere 20 Jahre aufgenommen. Unter dem Markennamen „vareo“ will das Unternehmen gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg, dem Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und dem Nahverkehr Westfalen-Lippe ein neues Nahverkehrskonzept „mit verbesserter Qualität und größerem Angebot“ anbieten.

Zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich am Mittwoch auch Michael Dubbi, Mitglied der Geschäftsleitung des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der immer noch zuversichtlich ist, dass die Arbeiten am Schienennetz bis Meinerzhagen bald beendet sein werden. „Dann fahren zum ersten Mal nach über 27 Jahren wieder Züge von Köln nach Meinerzhagen, ab Dezember 2015 dann weiter bis Lüdenscheid. Wir sind in Westfalen stolz darauf, dass dieses für die ganze Region sehr bedeutsame Projekt jetzt schrittweise zur Umsetzung kommt.“

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