Zunächst ohne Kierspe und Halver-Oberbrügge

Bahn verbindet ab Dezember Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge

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Foto von der Reaktivierung der Bahnstrecke in Meinerzhagen 2014: Bald könnte ein weiteres Mal gefeiert werden.

Meinerzhagen/Hagen - [Update 13.46 Uhr] Der Verbund Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat heute grünes Licht gegeben: Im Dezember soll der Lückenschluss der Bahnstrecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge definitiv erfolgen. Meinerzhagens Bürgermeister hat sich nun zu der Ankündigung geäußert.

Wie aus einer Pressemitteilung des NWL vom Dienstag hervorgeht, ist zunächst eine zweistündliche Verbindung zwischen Meinerzhagen und Brügge geplant. Damit soll ab Dezember die Fahrt von Köln über das Volmetal und Lüdenscheid bis nach Dortmund möglich sein.

"In Gesprächen zwischen der Deutschen Bahn, den Anliegerkommunen und dem NWL in der vergangenen Woche wurde deutlich, dass der Zeitplan für die Baumaßnahmen zur Reaktivierung des Lückenschlusses zwischen Meinerzhagen und Brügge bis Ende 2017 eingehalten werden kann", heißt es in der Mitteilung. Nach Fertigstellung der Schienen-Infrastruktur werde die Regionalbahn 25 (Oberbergische Bahn), die derzeit bereits stündlich zwischen Köln und Meinerzhagen verkehrt, alle zwei Stunden bis Lüdenscheid verlängert. Die Anschlüsse in Brügge zur Regionalbahn 52 Hagen – Dortmund sollen dabei wie geplant gehalten werden.

Zunächst kein Halt in Kierspe und Halver-Oberbrügge

Und doch spricht der NWL von einem Wermutstropfen: "Aufgrund notwendiger Planfeststellungsbeschlüsse wegen Lärmschutz für den Bahnhof und die Kreuzungsgleise in Kierspe können die Halte Kierspe und Halver-Oberbrügge noch nicht angefahren werden. Erst wenn die erforderlichen Beschlüsse für Kierspe vorliegen, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden."

Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in Kierspe könne die Regionalbahn 25 einen durchgehenden Stundentakt bis Lüdenscheid fahren. Die Fahrtzeit für die Gesamtstrecke Lüdenscheid - Köln beträgt rund 2 Stunden.

Für die Verlängerung der Verbindung ab Meinerzhagen wird der NWL nach eigenen Angaben zusätzlich rund 250.000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellen und finanzieren. Diese Leistungen werden von der DB Regio NRW innerhalb des Verkehrsvertrages für das „Vareo-Netz“ gefahren. Zum Einsatz kommen neue Dieseltriebwagen der Baureihe LINT 81 der Firma Alstom, die baugleich mit den bereits heute verkehrenden Vareo-Fahrzeugen sind.

Nesselrath: "Impulse für Meinerzhagen als Verkehrsknotenpunkt"

Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath (CDU).

Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath begrüßte gestern die Ankündigung des NWL: „Als eine der zentralen Anliegerkommunen begrüßen wir diesen Lückenschluss für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste unserer Stadt sehr. Wir freuen uns, dass mit dem Ausbau des Schienennetzes unsere gesamte Region und unsere Stadt eine noch engere Anbindung innerhalb der regionalen Infrastruktur erhalten.“ 

Damit eröffne sich für die Meinerzhagener eine echte Alternative zur Pkw-Nutzung, „sodass wir uns unter Umweltaspekten ebenso über diesen Lückenschluss freuen wie über die Impulse, die Meinerzhagen als Verkehrsknotenpunkt für Reisende erhält.“

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