Naherholung

Volme-Region: "Berliner würden den Kopf schütteln"

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Im Comic-Stil und (fast) ohne Stadtgrenzen: Die neue Freizeitkarte für die Region „Oben an der Volme“ stellt 55 Angebote in fünf Kategorien dar.

Meinerzhagen - Zehn Jahre ist es her, dass sich vier Bürgermeister zusammensetzten, um die Zukunft ihrer Region auszuloten. Das Ergebnis ist bekannt: Als Region „Oben an der Volme“ entwickelten Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle seither gemeinsam Aktionen und Konzepte. Und jetzt wird die Kooperation noch greifbarer.

Ralf Thebrath, Freizeit- und Naherholungsbeauftragter, stellte am Dienstag im Ratssaal der Stadt Meinerzhagen im Beisein von Vertretern der Kommunen sowie Leader-Regionalmanagerin Susanne Neumann gleich drei Projekte vor, die im Zuge der Leader-Förderung umgesetzt wurden. 

Zwei davon sollen sich im Bewusstsein jedes „Volmestädters“ einbrennen. Die Übersicht: 

Die Freizeitkarte 

Sie soll ab Donnerstag in allen Bürgerbüros kostenlos ausliegen. Auseinandergefaltet stellt sie die Region „Oben an der Volme“ (fast) ohne Stadt- und Gemeindegrenzen dar und weist auf 55 Angebote in Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen hin – kategorisiert in die Themen „Aktiv zwischen Wald und Wiesen“, „Alpaka bis Waschbär – tierisch um die ganze Welt“, „Gewässer“, „Spiel & Spaß für die ganze Familie“ und „Kultur zum Entdecken“. Vom Bikepark in Meinerzhagen über den Kletterwald in Halver bis hin zum Fußballgolf in Kierspe oder die Historische Brennerei in Rönsahl ist dort nahezu alles aufgelistet, was einen Besuch lohnt. 

Die Imagevideos 

In zwei Filmen werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen: In einer ruhigeren Version stehen Natur und Wanderwege im Mittelpunkt, in einer lebhafteren Fassung geht es vor allem um die Vorstellung von Angeboten, die über die Stadtgrenzen hinaus vielleicht noch nicht so bekannt sind – wie etwa das Discgolfen in Meinerzhagen oder die Alpakafarm in Kierspe. „Die Videos sollen die unterschiedlichen Facetten der Region zeigen“, erklärte Ralf Thebrath dazu. Und er will damit nicht nur auswärtige Gäste animieren. „Oftmals ist den Menschen hier gar nicht bewusst, was es in nur 15 Kilometern Luftlinie Entfernung alles gibt. Vieles ist viel näher, als man denkt. In Berlin würde man über die Hemmschwellen aufgrund der vermeintlichen Entfernung den Kopf schütteln“, sagt Thebrath. 

Das Online-Portal

Ob Freizeitkarte oder Imagevideos: All das und mehr sollen noch in diesem Jahr auf dem neuen Onlineportal unter der Adresse visit.obenandervolme.de zu finden sein. Unter den Punkten „Erleben“, „Tierisch“, „Entdecken“ und „Einkehren“ kann man neben der obligatorischen Karte mit einem Klick virtuell durch die Angebote im Volmetal reisen. Dabei greift das Portal auch auf Datenbanken wie des Sauerland-Tourismus zurück. Etwa, um Wanderern und Radfahrern besonderen Service zu bieten. Über einen Filter können sich die Nutzer ihre Route konfigurieren: Wegstrecke und Zeit eingeben, Stadt auswählen – fertig. Das System präsentiert dann sämtliche Strecken, die die Parameter erfüllen.

Letztlich soll mit den neuen Angeboten ein weiterer Schritt zu mehr Offenheit für die Nachbarstädte gemacht werden. Etwa durch die Videos, die auch Identifikation stiften können. „Da wird es keinen geben, der sagt: ,Da will ich nicht hin‘“, ist sich Ralf Thebrath der Wirkung der Bilder bewusst. 

Waren gestern bei der Vorstellung des neuen Online-Portals, der Imagevideos und der Freizeitkarte im Ratssaal dabei: (von links) Susanne Neumann, Frank Emde, Ralf Thebrath, Jan Nesselrath, Jörg Schönenberg und Kai Hellmann.

Und nicht nur die heimische Bevölkerung soll am Ende profitieren, indem plötzlich ganz „neue“ Ausflugsziele in der nahen Umgebung angesteuert werden können. Auch auswärtigen Gästen soll der Besuch an der Volme leicht gemacht werden – etwa durch eine Datenbank zu allen Ferienunterkünften. Die, so räumt der FuN-Beauftragte ein, gibt es zwar schon, etwa auf sauerland.com. Der Vorteil der Volme-Seite bestehe aber in ihrer lokalen Anbindung. So solle allen „Volmestädtern“ eine „digitale Heimat“ gegeben werden.

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