Regensburger Domspatzen begeistern in Stadthalle

Die Regensburger Domspatzen bei ihrem Auftritt in der Stadthalle Meinerzhagen.

MEINERZHAGEN ▪ „Laudate Dominum“ - Mit ihrem Motto, vertont von Gregor Aichinger (1565 bis 1628), begannen die Regensburger Domspatzen ihr gut zweistündiges Konzert in der Meinerzhagener Stadthalle.

Denn auch heute ist es immer noch die vornehmste Aufgabe des im Jahre 975 gegründeten Chores, während der Gottesdienste im Dom St. Peter in Regensburg durch ihren Gesang das Lob des Herrn zu verkünden. Geistliche Lieder aus vier Jahrhunderten, der Renaissance, dem Barock und der Romantik sowie drei marianische Gesänge wurden den Zuhörern von den 58 Sängern unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner im ersten Teil des Konzertes geboten.

Es war bereits der zweite Besuch des ältesten Knabenchores in der Volmestadt. Einmal mehr waren die Sänger der Einladung des Männerchores Meinerzhagen gefolgt, der das Publikum unter der Leitung von Ralf Oßwald jeweils mit einigen Liedern auf die beiden Konzertteile einstimmte. Beim letzten Besuch vor 28 Jahren wurde der Chor noch von Georg Ratzinger, dem Bruder von Papst Benedikt XVI geleitet, der während seiner 30-jährigen Amtszeit das hohe musikalisch Niveau und den international guten Ruf der Domspatzen festigen und ausweiten konnte und den typisch weichen, natürlichen „Regensburger Klang“ prägte. 1994 übernahm Roland Büchner diese Aufgabe.

„Wir sind froh und stolz, diesen weltweit bekannten Chor hier in der Stadthalle, dem Mittelpunkt unseres kulturellen Lebens, begrüßen zu können,“ sagte der erste Vorsitzende des Meinerzhagener Männerchores, Horst Gimmler. Er dankte den Sponsoren, mit deren Unterstützung dieses besondere und außergewöhnliche Konzert möglich wurde, sowie den Gasteltern, die die jungen Sänger für die Zeit ihres Aufenthaltes in der Volmestadt bei sich aufgenommen hatten. Sie waren mit ihren jungen Gästen nach dem Konzert noch zu einem gemütliche Ausklang des musikalischen Abends eingeladen.

Domkapellmeister Roland Büchner wurde zum Ehrenmitglied des Männerchores ernannt und erhielt die entsprechende Ehrennadel sowie Kostproben heimischer Brennerei-Erzeugnisse. Der stellvertretende Bürgermeister Volkmar Rüsche, Schirmherr der Veranstaltung, überreichte dem Chorleiter im Namen der Stadt und ihrer Bürger einen Wappenteller. Ein Geldgeschenk gab´s für den Männerchor.

Weitere Facetten ihres breitgefächerten Repertoires, das vom Gregorianischen Choral bis hin zur Musik unserer Tage reicht, präsentierten die Regensburger Domspatzen im zweiten Konzertteil. Drei Madrigale bildeten den Auftakt, gefolgt von Volksliedern aus aller Welt. Denn zahlreiche Konzertreisen, etwa in die USA, nach Kanada und Japan, aber auch nach Hongkong, Taiwan, die Phillipinnen und Südkorea gehören auch zum Leben eines Domspatzen, wie Chormanager Christof Hartmann die Zuhörer wissen ließ. Er informierte über den Chor, das Gymnasium, die Grundschule und das Internat in Regensburg. Zur Zeit gibt es 410 Domspatzen. In der Besetzung Sopran, Alt, Tenor und Bass gibt es zwei Nachwuchschöre mit je einem eigenen Chorleiter sowie den Konzertchor über der Leitung des Domkapellmeisters.

Im November wird der Chor anlässlich des 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Bayern und der chinesischen Provinz Shandong in Regensburgs jüngster Partnerstadt Qingdao zwei Konzerte geben. Die Regensburger Domspatzen verstehen sich nicht nur als Botschafter Regensburgs und Bayerns, sondern darüber hinaus auch von Deutschland. Zudem seien sie „Botschafter der Europäischen Union der Förderation der Chöre“ und UNICEF-Junior-Botschafter.

Erst nach zwei Zugaben entließen die begeisterten Zuhörer die jungen Sänger, die in der Volmestadt allerdings nicht vor einem vollen Haus auftreten konnten, denn zu viele Reihen blieben leer. „Wer heute nicht hier war, weiß nicht, was er verpasst hat,“ brachte es Horst Gimmler vor dem zustimmend applaudierenden Publikum auf den Punkt.

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