Ärger an der Landesgrenze muss nicht sein

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Auch der Reisepass sollte rechtzeitig verlängert werden, um Ärger an der Grenze zu vermeiden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Urlaub, endlich! Auf die schönste Zeit des Jahres freuen sich viele Meinerzhagener ein ganzes Jahr lang. Dass die Ferien aber auch mit einem Debakel beginnen können, damit rechnet eigentlich niemand. Wer allerdings nicht ganz genau aufpasst, dem droht aus einem ganz banalen Grund aber genau das.

„Einige Bürger bekommen an der Landesgrenze Ärger, weil ihre Pässe abgelaufen sind“, weiß Gundula Klotz vom Bürgerbüro der Stadt Meinerzhagen, wo sowohl Personalausweise wie auch Reisepässe beantragt und verlängert werden können. Diese Dokumente sind unbedingt erforderlich, soll der Urlaub im Ausland verbracht werden. In der EU genügt der „Perso“, bei Fernreisen und Touren in viele nicht EU-Staaten wird sogar der erheblich teurere Reisepass benötigt.

Weil die Mitarbeiterinnen im Bürgerbüro im Rathaus an der Bahnofstraße ihre Erfahrtungen mit abgelaufenen Pässen haben, weisen sie im Vorfeld der Osterferien, die am 25. März beginnen, darauf hin, Ausweise rechtzeitig zu beantragen oder verlängern zu lassen: „Aufgrund europäischer Vorgaben müssen seit dem 26. Juni 2012 alle Kinder bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen. Kindereinträge im Reisepass der Eltern sind somit ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Für den Passinhaber selbst bleibt das Dokument uneingeschränkt gültig. Wegen des Andrangs kurz vor den Ferien kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei der Auslieferung der Reisedokumente durch die Bundesdruckerei in Berlin. Aufgrund der großen Nachfrage kann die Lieferung dann bis zu vier Wochen dauern. Bei den Reisepässen besteht die Möglichkeit, in dringenden Fällen einen Expresspass innerhalb von zwei Werktagen zu einer erhöhten Gebühr von zusätzlich 32 Euro zu erhalten. Kinderausweise können nicht mehr verlängert werden. Kinderreisepässe werden höchstens bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres ausgestellt beziehungsweise verlängert. Kinder, die das zwölfte Lebensjahr vollendet haben, erhalten auf Antrag einen Bundespersonalausweis beziehungsweise bei Fernreisen einen Reisepass.“

Ganz billig ist das „Vergnügen“ nicht. Bürger im Alter von unter 24 Jahren müssen für ihren Personalausweis 22,80 Euro bezahlen, über 24-Jährige sind mit 28,80 Euro dabei. Der Reisepass kostet 37,50 Euro (unter 24) oder 59 Euro (älter als 24).

Immerhin: Anders als in einigen Gemeinden des Märkischen Kreises wird in Meinerzhagen noch keine Strafgebühr fällig, wenn ein bereits abgelaufener Pass verlängert werden soll. Dass der „Perso“ gültig ist, dafür sind die Bürger selbst verantwortlich – im eigenen Interesse. Denn: Alle Menschen ab dem 16. Lebensjahr sind verpflichtet, das Dokument ständig mitzuführen, um sich stets ausweisen zu können. ▪ beil

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