Löschzug probt in Werdohl-Elverlingsen den Ernstfall

In Werdohl wurden verschiedene Einsatzszenarien simuliert. -  Foto: Feuerwehr Meinerzhagen

Meinerzhagen - Gleich mehrere Übungs-Szenarien erwarteten den Löschzug 1 der Feuerwehr Meinerzhagen jetzt auf dem Gelände der Mark-E in Werdohl-Elverlingsen. Unterstützt von zwei Kräften mit Krankentransportwagen des DRK Meinerzhagen, die sowohl zum Eigenschutz dabei waren aber auch in die Übungen eingebunden wurden, rückte ein Teil der Wehrmänner mit vier Fahrzeugen in Richtung Lenne aus.

Stephan Ronge, Dieter Oeckinghaus, Karsten Berndt und Dennis Berndt hatten im Vorfeld das Gelände besucht, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Als erstes standen als Gruppenübung ein Garagenbrand nach Explosion sowie die Rettung einer verletzten Person mittels Drehleiter aus einem Obergeschoss auf dem Plan. Diese Übungen liefen parallel ab, anschließend wurden die Gruppen getauscht. Beim Garagenbrand wurde unter anderem das Vorgehen mit so genannten Fog Nails und das Absuchen eines verqualmten Raumes geübt.

Währenddessen war die andere Gruppe damit beschäftigt, das DRK bei einer Personenrettung aus dem Dachgeschoss zu unterstützen. „Die Übungsleitung suchte sich ein Gebäude aus, an dem es schwierig war, die DLK in Stellung zu bringen, um auch die richtige Fahrzeugaufstellung zu üben“, berichtet Dennis Berndt.

Nach kurzer Stärkung wurde ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus vorbereitet: Eine Person wurde in einem der oberen Stockwerke vermisst, so dass sich sofort der ganze Zug auf den Weg zum Einsatzort. „Nach der ersten Erkundung stellte sich heraus, dass es im hinteren Kellerbereich einen ausgedehnten Kellerbrand gab. Dort schlugen die Flammen schon aus dem Kellerschacht. Im oberen Bereich des Hauses wurde eine Person vermisst“, so Berndt. Die Übungsleitung hatte im Vorfeld mittels Rauchpatronen und Nebelmaschine für eine sogenannte „Null-Sicht“ gesorgt. Doch der Trupp, der zur Brandbekämpfung vorging, hatte noch ein ganz anderes „Problem“: Die Hitze des Feuers staute sich in den Kellerräumen, wodurch sehr hohe Temperaturen entstanden. Bei den ersten Löschversuchen entwickeln sich enorme Mengen von Wasserdampf der ebenfalls auf die Einsatzkräfte mit enormer Wärme einwirkt. Dennis Berndt: „Die Hitze war zwischenzeitlich so hoch, dass die Lackschicht der Atemschutzflaschen anfing zu schmelzen.“

Zurück in Meinerzhagen wurden umgehend die Fahrzeuge und Gerätschaften gereinigt und einsatzbereit gemacht – damit man auch für den Ernstfall vorbereitet ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare