Gut informiert mit der „Bürger-App“

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Cynthia Macke beschäftigte sich in der Stadtverwaltung auch damit, das Projekt Bürger-App umzusetzen.

Meinerzhagen - 35 Ratsmitglieder nehmen bereits teil, nur drei wollen nicht. Und jetzt hat auch jeder Meinerzhagener Bürger theoretisch die Möglichkeit, mitzumachen. Die „digitale Ratsarbeit“ ist über die Bürger- App ab sofort für jeden Interessenten zu erreichen.

Cynthia Macke ist im Rathaus an der Bahnhofstraße dafür verantwortlich, dass das Projekt so weit vorangetrieben werden konnte, dass es nun „läuft“. 2010 kaufte die Stadt das entsprechende Programm von der Firma Sternberg – jetzt ist es über die Bürger-App möglich, sämtliche öffentlichen Unterlagen des Rates einzusehen. Voraussetzung dafür: Der Nutzer muss im Besitz eines i-Pads sein. In absehbarer Zeit soll die App dann auch mit i-Phones heruntergeladen werden können. „Das geht zurzeit aber noch nicht, weil die Firma Sternberg zunächst die Anpassung auf die kleineren i-Phone-Bildschirme vornehmen muss“, erläutert Cynthia Macke.

Der neue Service bietet neben den Infos auch einen anderen Vorteil: „Nutzer können sich über die App Notizen machen, sie speichern und jederzeit abrufen“, erläutert der städtische Fachbereichsleiter „Zentrale Dienste“ Helmut Klose. Und weil die überwiegende Mehrheit der Meinerzhagener Volksvertreter im Stadtparlament das digitale Ratsinfosystem nutzt, kann sich die Verwaltung das Ausdrucken von tausenden Fotokopien für die Sitzungsvorlagen nun sparen. Mehr als 3000 Euro lassen sich laut Klose so jährlich einsparen. Bis sich die neue Technik allerdings rechnet und die Kosten wieder „eingespielt“ sind, wird es einige Zeit dauern. Denn: Pro teilnehmendem Ratsmitglied zahlte die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 489 Euro, mit denen die Anschaffung der nötigen i-Pads bezuschusst wurde. Die drei Ratsmitglieder, die dieses Geld bisher noch nicht beantragt haben, können das aber noch tun. „Theoretisch ist es innerhalb der kompletten Legislaturperiode noch möglich, einzusteigen“, so Klose.

Inzwischen hält das Ratsinfosystem über die Bürger-App sämtliche Unterlagen für den Rat bereit, die aber auch Online mit jedem PC über die Homepage der Stadt (www.meinerzhagen.de) eingesehen und ausgedruckt werden können. Über eine Anpassung der Geschäftsordnung ist es nun auch ganz offiziell möglich, dass Einladungen zu Sitzungen digital verschickt werden. Sachkundige Bürger, die von den Fraktionen in die städtischen Fachausschüsse entsandt werden, profitieren davon ebenfalls. Sie erhalten allerdings keine Zuschüsse für die Hardware.

Als wesentliche Vorteile der Bürger-App bezeichnet Cynthia Macke gleich mehrere Punkte: „Die zeitnahe Informationsbeschaffung, alle öffentlichen Unterlagen sind immer überall dabei. Es erfolgt ein automatischer Datenabgleich, die Unterlagen sind stets auf dem neuesten Stand. Ideen und Notizen lassen sich aufzeichnen und speichern. Und es ist möglich, lokal zu recherchieren. Außerdem ist das Projekt umweltfreundlich.“

Die Installation der App ist einfach. Im App-Store muss laut Verwaltung lediglich der Begriff „IRICH-Bürger“ eingegeben werden – alles andere erklärt sich von selbst.

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