3 Millionen Euro für 28 zusätzliche Lkw-Stellplätze

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Nach dem Umbau steht bald auf dem Rastplatz Baberg deutlich mehr Parkfläche für Lastwagen zur Verfügung.

Meinerzhagen - Aus 16 mach 44. Auf dem Autobahn-Rastplatz Baberg entstehen zurzeit 26 neue Stellplätze für Lastwagen. Zusätzlich gibt es zwei Flächen, auf denen Reisebusse parken können – allerdings nur tagsüber. Nachts steht auch dieses Gelände für Laster zur Verfügung.

In den Ausbau der Anlage nahe der Ausfahrt Meinerzhagen in Fahrtrichtung Frankfurt werden vom Landesbetrieb Straßen.NRW insgesamt 3 Millionen Euro investiert.

Und noch eine Neuerung trägt dem stetig steigenden Schwerlastverkehr Rechnung: „Vorher hatten wir in Baberg keine Toilettenanlage. Das wird sich ebenfalls ändern, ein WC steht künftig zur Verfügung“, erläutert Karl-Josef Fischer, beim Landesbetrieb Straßen.NRW Projektkoordinator für die A 45. Außerdem würden auch zwei Parkplätze für Menschen mit Behinderung angelegt, teilt er mit.

Fischer weiß, dass Lkw-Fahrer Parkraum benötigen, um die gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen und Ruhezeiten einzuhalten. Das wird auf deutschen Straßen immer mehr zum Problem. „Der Bund hat die Haushaltsmittel für den Bau von Rastanlagen in den letzten Jahren erheblich aufgestockt und stellt den Ländern zu diesem Zweck in der Legislaturperiode von 2013 bis 2017 über 500 Millionen Euro zur Verfügung“, informiert Straßen.NRW.

Dieses Geld wird nicht nur für Parkflächen investiert, Rastplätze bekommen auch eine entsprechende „Ausrüstung“ in der Umlage. So wie in Baberg. „Hier haben wir auch 20 neue Sitzplatz-Garnituren angelegt. Die bestehen jeweils aus einem Tisch und zwei Bänken“, berichtet Fischer. Für eine relativ ungestörte Ruhepause soll außerdem eine neue Lärmschutz-Wand sorgen, welche die Fahrer vom benachbarten Durchgangsverkehr akustisch abschirmt. Die Beton-Elemente ziehen sich über die gesamte Länge des Rastplatzes, sie sind 4,50 Meter hoch und in Gelb gehalten.

Begonnen wurde mit den Arbeiten im Oktober 2016. Seitdem ist der Rastplatz Baberg gesperrt. „Wir rechnen mit ziemlich exakt einem Jahr Bauzeit und sollten im Oktober dieses Jahres fertig sein“, ist Fischer zuversichtlich.

Verantwortlich für die Bauausführung sind zwei Firmen: „Straßen- und Tiefbau“ aus Kirchhundem kümmert sich um die Verkehrsflächen, „Eudur Bau“ aus Herzebrock-Clarholz ist als Spezialist für Geräuschdämmung für den Schallschutz verantwortlich – allein der kostet 400 000 Euro.

„Was wir zur Fertigstellung jetzt noch brauchen, ist gutes Wetter“, hofft Fischer – beispielsweise für die Herrichtung der Betonflächen für die Lastwagen und die Markierungen. Ob die Bepflanzung der Rastanlage allerdings noch in diesem Herbst erfolge, sei hingegen unklar. Fischer: „Vielleicht warten wir damit auch noch bis zum Frühjahr.“

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