1.400 Autos bei Tempo 70

Raser-Wahnsinn im MK: Autofahrer verwechselt Landstraße mit A45 (linke Spur)

Radarkontrolle Polizei Geschwindigkeit Tempo Blitzer
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Bei der Radarkontrolle in Meinerzhagen wurde der Raser erwischt.

1.400 Verkehrsteilnehmer hat die Polizei an einer Messstelle im Märkischen Kreis in vier Stunden kontrolliert. Ein Autofahrer stach heraus. Die gemessene Geschwindigkeit hätte sogar auf der A45 zwischen Hagen und Lüdenscheid für ein Knöllchen gereicht, auf der Landstraße war der Führerschein weg.

Die Polizei im Märkischen Kreis veröffentlicht regelmäßig die polizeilichen Geschwindigkeitsüberwachungen im südlichen Kreisgebiet. Einen so abgebrühten Fahrer wie an diesem Montag gibt die Bilanz der Verkehrskontrolleure aber nur selten her. Bei einer Verkehrskontrolle am Montagmorgen (20. September) auf der Landesstraße 539 in Meinerzhagen-Ihne wurden in rund vier Stunden zwischen 8.11 und 12.18 Uhr insgesamt 1.400 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Die Zahl der Temposünder unter ihnen: 127. Einer aber übertraf sie alle.

Erlaubt ist dem Bereich der L539 außerhalb geschlossener Ortschaften lediglich Tempo 70. Offenbar aber lädt die Strecke zum Rasen ein, nur so ist die vergleichsweise hohe Trefferquote der Polizei von neun Prozent zu erklären. Allein 104 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in Meinerzhagen-Ihne gestellt. Hinzu kamen 22 Verwarngelder. Und dann war da noch der Tagesschnellste, der mit einer Geschwindigkeit jenseits von Gut und Böse auf der Landstraße geblitzt wurde.

Laut Polizeibericht löste das Messgerät bei dem Raser aus dem Märkischen Kreis bei 140 km/h (!) aus. Das ist eine Geschwindigkeit, mit der Autofahrer auf der A45 zwischen Hagen und Lüdenscheid sogar an vielen Stellen ein Knöllchen bekommen würden. Auf der Landstraße ist der Führerschein weg. Für 70 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit außerhalb geschlossenen Ortschaften sieht der Bußgeldkatalog ein zweimonatiges Fahrverbot vor, dazu kommen zwei Punkte im Verkehrsregister in Flensburg und eine Geldstrafe von 440 Euro.

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