Raritäten und Rhythmen

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Gastdozent Martin Nieswandt brachte die Violine virtuos ins Spiel. ▪

VALBERT ▪ Mit einer viel beachteten Ausstellung außergewöhnlicher Instrumente und einem beeindruckenden Abschlusskonzert ging in Haus Nordhelle das 15. Märkische Gitarrenseminar zu Ende.

Zunächst standen Anschauungsstücke von Brunswicker & Apelt, einer Frankfurter Meisterwerkstatt für Konzert- und Flamencogitarren, und Raritäten wie eine reparaturbedürftige Bass-Balalaika im Focus des Interesses.

Acht Seminarteilnehmer nutzten das Kursangebot zum Bau einer Gitarre, sodass auch die „Fundamente eines gelungenen Rohbaus“ zu besichtigen waren. Das Hauptprojekt der Werkstatt vermittelte diesmal, neben technisch interessanten Sachen und Details des Gitarrenbaus, das komplizierte Verfahren der Schelllackpolitur. Solch eine just entstandene Arbeit fand sich auch unter den Exponaten.

Im Spielkurs unter der Leitung von Andreas Koch stand Martin Nieswandt als Gastdozent den 17 Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite. Beim Konzert brachte der Lehrer von der Musikschule Lüdenscheid in Stücken für Violine und Gitarre virtuos die Geige ins Spiel. Kammermusik von Niccolò Paganini, südamerikanisch-Temperamentvolles, Flamenco-Effekte, klassische Kompositionen russischer Provenienz und eigene, frei vorgetragene Stücke zeugten von der Vielfalt des musikalischen Ausdrucks und der Vielseitigkeit des Saiteninstruments.

Atemlose, gespannte Stille herrschte bei brillanten kantablen Variationen, meisterlich ausgeführt von Martin Nieswandt mit der Violine und begleitender Gitarre.

Viel Aufmerksamkeit bekamen auch Vorträge mit Solo-Gitarre, etwa von Johannes Rentrop. Die gekonnten Darbietungen ernsthafter Musiker wurden vom Publikum mit verdientem Applaus bedacht. Im finalen Ausklang mit allen Zupfinstrumenten war auch die Mandoline einer jungen Rönsahlerin zu hören. Im Ausblick wurde ein im nächsten Jahr folgendes Gitarrenseminar bereits angekündigt. ▪ as

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