Politik in Sorge

Randale in Meinerzhagen: Schulzentrum im Fokus

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Vandalismus auch am Rothenstein. Die Polizei weiß, dass die heimischen Schulzentren Treffpunkte für Gruppen von jungen Menschen sind, die nicht nur die Geselligkeit pflegen.

Meinerzhagen – "Dieses asoziale Verhalten ist nicht zu tolerieren. Wir werden Maßnahmen ergreifen.“ Bürgermeister Jan Nesselrath machte in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ganz deutlich, dass der Vandalismus besonders am Schulzentrum Auf der Wahr ein Ende haben muss.

Die Anfrage von Ratsherr Jan Blume brachte die Diskussion im Ausschuss „ins Rollen“. Der CDU-Politiker berichtet über schlimme Zustände Auf der Wahr: „Dort finden regelmäßig Trinkgelage statt. Flaschen werden vor Wänden zerdeppert, die Scherben anschließend zertreten, damit die Kinder auch hineintreten. Und neulich wurde eine Scheibe an der Grundschule eingeschlagen.“

Eine aktuelle Polizeimeldung passt in diesem Zusammenhang möglicherweise ins Bild. Darin heißt es: „Unbekannte sind in der Nacht zum Montag in die Grundschule Auf der Wahr an der Südstraße eingebrochen. Sie drangen durch ein Oberlicht in einen Klassenraum ein. Am Sonntagabend gegen 19 Uhr waren die Schäden noch nicht vorhanden. Hinweise nimmt die Wache Meinerzhagen entgegen, Tel. 02354/91990.“ 

Fragen an die Stadt

Jan Blume jedenfalls reicht es. Er richtete Fragen an die Meinerzhagener Verwaltung: „Im Schulzentrum Auf der Wahr wohnt kein Hausmeister. Aber der würde gegen 20 junge Erwachsene wohl auch nichts ausrichten können. Ist vielleicht geplant, dort einen Zaun zu errichten? Sind Streifen des Ordnungsamtes geplant? Oder will man das alles dort künftig so weiter laufen lassen?“ Blume kritisierte außerdem, dass die Polizei gar nicht mehr an den Ort des Geschehens komme. „Die Anwohner rufen dort jedenfalls regelmäßig wegen solcher Vorkommnisse an“, fügte er hinzu. 

Bürgermeister Nesselrath weiß um die „Zustände“. Er kündigte deshalb im Ausschuss an, die Initiative zu ergreifen: „Helle Beleuchtung, eventuell eine Videoüberwachung und Streifen des Ordnungsamtes“ nannte er als mögliche Maßnahmen gegen das „asoziale Verhalten“ vor allem am Schulzentrum Auf der Wahr.

Polizei regelmäßig vor Ort 

Hauptkommissar Jörg Meier ist Leiter der Polizeiwache an der Oststraße. Er sei bereits persönlich auf die Vorkommnisse am Schulzentrum angesprochen worden, berichtet der Beamte. „Und es ist natürlich nicht so, dass wir nicht mehr dorthin fahren. Selbstverständlich kommen wir, wenn wir gerufen werden und wir sind auch regelmäßig dort“, fügt er hinzu. Meier weiß auch, dass Schulzentren beliebte Treffpunkte sind und dort immer wieder Sachbeschädigungen vorkommen.

„Gerade deshalb sehen wir uns regelmäßig dort um und auch die Bezirksbeamtin Silke Hentschel ist präsent. Schulen sind bei uns ständig im Fokus“, sagt Jörg Meier. Bei normalen Aufenthalten von jungen Menschen habe man allerdings keine Handhabe, einzuschreiten und etwa Platzverweise auszusprechen, fügt er hinzu.

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