Vandalismus macht Anlieger fassungslos

Verbranntes Holz, Grillkohle, Scherben und anderer Müll. Kinder sollten auf dem Bolzplatz zurzeit nicht spielen. Zu hoch ist die Verletzungsgefahr. - Foto: Beil

Meinerzhagen - Warum? Das ist die zentrale Frage, die sich im Bereich Auf der Freiheit viele Anwohner stellen. Denn: „Auf dem Bolzplatz des ehemaligen Landesschul-Geländes randalieren regelmäßig ganze Gruppen von Menschen, so wie am Donnerstagabend“, berichten Anlieger.

Nach Schilderungen von Hausbesitzern am Nietzscheweg muss es an diesem Tag besonders schlimm zugegangen sein – davon zeugten auch gestern noch einige „Hinterlassenschaften“.

Donnerstag gegen 20.30 Uhr: „Wir haben zunächst Feuergeruch wahrgenommen und Lärm aus Richtung Bolzplatz gehört. Als wir anschließend nachgeschaut haben, hat sich uns folgendes Szenario geboten: Ein Holztor war niedergerissen worden. Die Bohlen sollten als Nachschub für ein Feuer dienen, das bereits zwei bis drei Meter hoch loderte. Mit den Latten haben zwei Männer sich gerade zum Spaß einen Scheinkampf geliefert. Alkohol schien auch im Spiel gewesen zu sein. Alles lag voller Scherben“, erinnert sich ein Anwohner. Eingegriffen habe man natürlich nicht, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, fügt er hinzu.

Schließlich habe man über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr alarmiert – die Dame am anderen Ende der Leitung habe sich allerdings für nicht zuständig erklärt und versprochen, den „Fall von Vandalismus“ an die Polizei zu melden. Die, so die Anliegerin, habe man dann aber nicht am Tatort gesehen.

Das will Michael Stumpe, Leiter der Polizeiwache Meinerzhagen, so nicht stehen lassen: „Wir waren um kurz vor halb elf dort und haben die jungen Männer nach Hause geschickt“, erläuterte er am Freitag auf MZ-Anfrage und fügte hinzu: „Am anderen Morgen sind wir noch einmal vor Ort gewesen und haben den Schaden aufgenommen. Außerdem werden wir wegen der Zerstörungen den Bauhof benachrichtigen.“

Dass es in Meinerzhagen in letzter Zeit verstärkt zu Trinkgelagen und Vandalismus kommt und auch das Gelände Auf der Freiheit ein Brennpunkt ist, wissen Stumpe und seine Beamten. „Und auch am Rothenstein ist das so. Im Sommer fahren wir manchmal von Ruhestörung zu Ruhestörung. Und wir haben das Gefühl, dass es mit jedem Grad Temperaturanstieg schlimmer wird. Am Rothenstein haben wir bereits einige Strafanzeigen angefertigt.“

Einige Anwohner am Nietzscheweg jedenfalls fühlen sich nicht mehr sicher: „Bei diesen Leuten weiß man doch nie, ob da nicht jemand auf die Idee kommt, über den Zaun zu steigen und auf unserem Grundstück das Gartenhäuschen anzuzünden.“

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