Rainer Glaubitz gibt Vorsitz beim RSV Listertal ab

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Acht Jahre lang leitete Rainer Glaubitz die Geschicke des RSV Listertal. Am Freitag wurde er mit großem Dank und Präsenten verabschiedet. ▪

VALBERT ▪ „Ich danke allen, die mir in den vergangenen Jahren zur Seite gestanden haben“, richtete der langjährige Vorsitzende des RSV Listertal, Rainer Glaubitz, am Freitagabend bei der Hauptversammlung in der Hültekanne das Wort an die Vereinskollegen. Ihr Einsatz habe dazu beigetragen, den Verein zu dem zu machen, was er heute ist.

Nach achtjähriger Amtszeit stellte sich Glaubitz, dessen Arbeit den RSV nach Aussage vieler Vereinskollegen sehr prägte, nicht mehr zur Wahl. Eine Entscheidung, die er bereits vor zwei Jahren angekündigt hatte. Auch diesen Umstand lobte Jens Groll in seiner kurzen Laudatio, in der er das große Engagement des Vorsitzenden hervorhob. „Konsequent“ sei eine Eigenschaft, die ihn besonders gut charakterisiere, „aufopferungsvoll“ eine andere. „Du hast viele Erfolge vorzuweisen,“ so Groll, die Modernisierung des alten Herbert-Jassmann-Stadions zu einem hochwertigen Kunstrasenplatz, die während seiner Amtszeit mit viel ehrenamtlichem Einsatz und Sponsorengeldern realisiert werden konnte, sei der Bedeutendste.

Zu seinem Nachfolger wählten die Anwesenden Martin Kunz. Der 46-Jährige bringt bereits einige Erfahrung in der Vorstandsarbeit mit: Von 2003 bis 2007 war er als stellvertretender Vorsitzender im RSV Listertal aktiv. Sein Herz schlägt vor allem für die Jugendförderung, das Minikicker-Training für die Kleinsten wurde auf seine Initiative hin ins Leben gerufen. Auch in der Altherrenmannschaft ist er aktiv. Neben dem Vorsitzenden, stellten sich auch sein Stellvertreter Torben Gelhausen und Kassierer Thomas Benninghaus nicht mehr zur Wahl - auch sie wurden mit Dank und einem Präsent aus dem Vorstand verabschiedet. Die Versammlung wählte Ingo Hartmann zum stellvertretenden Vorsitzenden, neuer Kassierer ist jetzt Matthias Walfort. Der Wechsel an der Führungsspitze ist nur eine von mehreren Neuerungen, die den Verein künftig prägen werden.

Der RSV möchte sein Profil mit einem neuen Konzept schärfen, das Jens Groll den Mitgliedern in einer Präsentation vorstellte. Der 360 Mitglieder zählende Verein, der drei Senioren- und neun Jugendmannschaften unter seinem Dach vereint und sich auch in der Vergangenheit durch soziale Projekte wie die Aktion „sportlich sehen“ für mehrfach behinderte und blinde Menschen in Haus Valbert einen Namen machte, möchte in allen Bereichen – sportlich und sozial – Fortschritte machen und darüber hinaus neue Mitglieder gewinnen. Daher wird der Vorstand künftig durch zwei neue Gremien unterstützt – durch einen Beirat und einen Ältestenrat. Außerdem wurden die Arbeitsgruppen Sport Senioren, Sport Junioren, Finanzen/Marketing, Verwaltung, Sportanlagen und soziales/gesellschaftliches Engagement gebildet.

Folgende Mitglieder wurden in den Beirat gewählt: Jens Groll, Thorsten Hiber, Thomas Benninghaus und Michael Drees. Der Ältestenrat wird in den nächsten Wochen in Absprache mit den Mitgliedern einberufen. Die Anwesenden beschlossen am Freitag mehrere Satzungsänderungen, die die beschriebene Umstrukturierung ermöglichen. Geschäftsführerin Anke Tönjes bedauerte in ihrem Jahresbericht, dass das vergangenen Jahr sportlich nicht so erfolgreich gewesen sei, wie man es sich gewünscht habe. Die 1. Mannschaft beendete die Saison 2009/10 als Tabellenzweiter in der Kreisliga C. Die 2. Mannschaft bewies große Opferbereitschaft, als sie aufgrund der „knappen Personalsituation“ im Seniorenbereich einige Spieler an in die erste Mannschaft abgab und so geschwächt nach der Winterpause von Platz 12 in die Rückrunde starteten musste. Aufgrund gestiegener Betriebskosten beschlossen die Mitglieder am Freitag eine Beitragserhöhung. Mit viel Beifall honorierten die Fußballfreunde, dass Geschäftsführerin Anke Tönjes 2010 mit dem DFB-Ehrenamtspreis für den Kreis Olpe ausgezeichnet wurde. Am Samstag wird der RSV mit einen Stand auf dem Rewe-Parkplatz aufbauen und über seine Aktivitäten informieren. ▪ ps

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