Projektideen gibt es auch in Meinerzhagen

Treibstoff für den Bau von Radwegen

Perfekt! In Hösinghausen bleiben keine Wünsche für Radfahrer und Fußgänger offen.
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Perfekt! In Hösinghausen bleiben keine Wünsche für Radfahrer und Fußgänger offen.

Treibstoff für den Radwegebau. Nationaler Radverkehrsplan (NRVP3.0) stellt rund 900 Millionen Euro Fördermittel vom Bund in Aussicht.

Meinerzhagen – Alleine 100 Millionen sollen nach NRW fließen. Bisher waren es aus „eigenen“ und Bundesmitteln jährlich rund 54 Millionen Euro. Die jetzt in Rede stehenden Mittel, wären eine Aufstockung.

Finanzspritze in Aussicht

So manch einer dürfte bei Verlautbarungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Zweifel im Hinterkopf haben. Zu grandios war das Debakel um die Maut, als dass man nun bei seiner Verkündung des Nationalen Radverkehrsplanes 3.0 direkt in Begeisterung ausbrechen würde. Gut ein halbes Jahr vor Scheuer hatte sein Kollege im Ressort in NRW, Hendrik Wüst, die Höhe der Mittel für den Radwegebau 2021 auf Landesebene vorgestellt. Mit 54 Millionen Euro, und damit um 15 Millionen höher als bisher, schlägt der Ansatz im Landeshaushalt zu Buche. Kommt nun noch die Finanzspritze aus Berlin, wären es insgesamt fast das Dreifache.

Onlinebefragung und Foren

Bei seiner Präsentation hatte Andreas Scheuer als Hauptkriterium des NRVP3.0 die intensive Bürgerbeteiligung herausgehoben. Gut ein Jahr (2019 bis Anfang 2020) hatte man dazu Onlinebefragungen und unterschiedlichste Dialogforen veranstaltet. Im Jahr 2020 selbst fertigte man im Ministerium den Planentwurf an, stimmte sich intern und mit weiteren Ressorts ab und kümmerte sich schlussendlich um die Finanzierung. 2021 schließlich, folgte der finale Kabinettsbeschluss und startete mit der Verkündung die Umsetzung.

„Wir haben noch einige angedachte Projekte im Hinblick auf das Anlegen von Radwegen“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck auf Anfrage. Davon befand sich in den Bauprogrammen der zurückliegenden Jahre als Beispiel der Radweg in Hunswinkel. Hier auch die eventuelle Version als Bürgerradweg, wie er vor gut fünf Jahren in Hösinghausen gebaut wurde. Dort hatte die Stadt die Planung auf eigene Kosten übernommen, nachdem zuvor das Land im Gegenzug die Finanzierung des Weges zugesagt hatte. In Folge dieses Kontraktes entstand für Fußgänger und Radfahrer eine sichere Verbindung zwischen der Ortslage Hösinghausen an der L 539 und Valbert.

Fachpersonal fehlt

So erfreulich die finanzielle Weichenstellung nun auch sein mag: Sie kann nicht über ein Manko hinwegtäuschen. Für die Umsetzung der Pläne braucht es Fachpersonal beim Land und in den Kommunen. Und das fehlt, besonders beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW. Der ist zusätzlich zum eigentlichen Fachkräftemangel noch durch die Gründung der bundeseigenen Autobahn GmbH vor etwas mehr als zwei Jahren betroffen. Dorthin verschlug es durch freiwillige Bewerbungen auch zahlreiche Fachleute aus dem Landesbetrieben. Die Aufgabe Radwegebau allerdings verblieb bei den ehemaligen Arbeitgebern.

Somit bleibt als Fazit: Geld alleine reicht nicht aus. Man benötigt auch Personal, um es sachgerecht ausgeben zu können.

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