Ein Radweg kommt – zwei stehen vor dem Aus

Wie ein Nadelöhr – so stellt sich die Situation in Hunswinkel dar. Besonders, wenn tagsüber die Lastwagen fahren. - Fotos: Helmecke

Valbert - Eigentlich sollten die geplanten „Bürgerradwege“ zwischen Mühlhofe und Albringhausen und auch in Hunswinkel nicht nur das Radwegenetz komplettieren, sondern auch mehr Sicherheit für die Nutzer bringen. Beide Projekte werden nun aber von der Verwaltung nicht mehr im Bauprogramm für das nächste Jahr vorgeschlagen.

„Da wir mit den betroffenen Eigentümern leider keine Einigung über den nötigen Grunderwerb erzielen konnten, werden wir den Kommunalpolitikern diese Vorgehensweise vorschlagen“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck auf Anfrage der MZ. Und auch Valko Gerber, er ist im Fachbereich Bauen und Wohnen für die Radwege zuständig, äußert bei einem Ortstermin in Hunswinkel sein Bedauern über das Scheitern der Projekte.

Eine Fahrt oder die Wanderung durch Hunswinkel ist problematisch. Fußgänger, Radfahrer und die motorisierten Verkehrsteilnehmer teilen sich die schmale Straßentrasse der L 708. Um sich von der prekären Lage ein Bild zu machen, reicht es in der Woche tagsüber aus, nur ein paar Minuten zu warten. Denn recht regelmäßig ist der Verkehr der Lastwagen, die im Steinbruch Material abholen.

„Wir hatten die Geh- und Radwegtrasse zwischen der Lister und der Listerhalle vorgesehen und wollten vor dem Ortseingang aus Richtung Steinbruch kommend abzweigen. Endpunkt wäre das neue Radwegeportal gewesen“, erläutert Valko Gerber vor Ort. Dabei macht er auch deutlich, dass diejenigen Eigentümer, die nicht ihre Grundstücke abgeben wollten, durchaus nachvollziehbare Gründe hatten. Ein Umstand, welcher ebenso für die Wegetrasse zwischen Mühlhofe und Albringhausen – parallel zur L 539 – jedoch mit Abstand auf einem teilweise schon vorhandenen Forstweg, zutrifft. Während diese beiden Projekte – so die entsprechende Entscheidung des Rates demnächst getroffen wird – dann wohl in der „Schublade“ versinken werden, geht es mit dem Bürgerradweg zwischen Hösinghausen und Valbert im Frühjahr nächsten Jahres auch sichtbar weiter.

Mitte August gab es hierzu eine gemeinsame Besprechung der Stadt mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und dem mit der Planung beauftragten Ingenieurbüro.

Zusammengefasst stellt sich das Ergebnis so dar: Die Ausführungsplanung ist erstellt und weitestgehend mit den beteiligten Behörden und den betroffenen Grundstückseigentümern abgestimmt. Die Grundstücksverhandlungen können kurzfristig erfolgen. Die notwendigen Aufträge werden noch im Dezember ausgeschrieben und im Januar vergeben. Spielt die Witterung mit, wird das Baufeld bis Ende Februar abgeräumt und der Weg im Anschluss gebaut. Ziel hierbei: Ende Mai 2016 soll er fertiggestellt sein.

„Ohne die kooperative Bereitschaft der betroffenen Anlieger der Wegetrasse, wäre das alles nicht möglich“, so das positive Fazit von Valko Gerber.

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