Radweg-Trasse wird „umgeplant“

Unterhalb der Zufahrt Rehberg ist er ein Bach: Der Straßengraben der L 539. - Foto: Helmecke

Valbert - Der eigentliche Startschuss für den Bürgerradweg zwischen Hösinghausen und Valbert fiel Ende April 2013. Angeregt vom Hösinghausener Ralf Conrady und weiteren Mitstreitern fand ein Behördentermin statt. Bei diesem gab der Vertreter des Landesbetriebes Straßen NRW Eberhard Zimmerschied grundsätzlich die Bereitschaft zum Bau eines Bürgerradweges in Nachbarschaft zur L 539 bekannt.

Von Jochen Helmecke

Im Zusammenhang damit „packte“ er dann gleich noch eine weitere gute Nachricht aus: Nicht nur die Kosten für den Bau werden vom Land übernommen, auch der spätere Unterhalt geht zu Lasten des Eigentümers der Landstraße. Lediglich die Planungs- und Bauleitungskosten belasten in einer Höhe von rund 36 000 Euro den städtischen Etat.

Mittlerweile hat das von der Stadt beauftragte Fachbüro die notwendige Planung erstellt, alle Vermessungen im Gelände vorgenommen und die notwendigen Details erfasst. Hieraus resultierend und nach Abstimmungen mit den zuständigen Behörden trat allerdings ein Fakt auf, der eine gewisse Problematik für die Umsetzung der Maßnahme darstellen könnte. Der Seitengraben der L 539 in Richtung Hösinghausen dient im Abschnitt bis Rehberg lediglich der Oberflächenentwässerung der Fahrbahn. Ein Umstand, welcher im Moment durch die trocken kalte Witterung deutlich erkennbar ist. Getreu dem Motto: „Sie sehen, dass nichts zu sehen ist“, ist dort kein Wasser vorhanden.

Hinter der Weidenzufahrt kurz vor dem Abzweig Rehberg ändert sich dieser Zustand schlagartig. Der aus dem Bereich Vestenberg kommende Bach (er wird unter der L 539 durchgeführt), bringt nicht unerheblich viel Wasser mit. Rechtlich gesehen ist er ein Gewässer und damit vor der Ausführung des Radwegebaus in „unmittelbarer“ Nähe ein wasserrechtlichen Verfahrens nötig. Neben dem Zeit- und dem finanziellen Aufwand wäre auch der Ausgang unter Umständen für das Projekt nicht förderlich. Aus diesem Grund hatte die Stadt Mitte der vergangenen Woche zu einem Ortstermin eingeladen. Zum Teilnehmerkreis gehörten besonders die Eigentümer der anliegenden Grundstücksflächen.

„Wir sind sehr beeindruckt, wie die Anlieger das Projekt unterstützen“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck. Auch der für die Angelegenheit im Detail zuständige Valko Gerber von der Stadt zeigte sich am Freitag vor Ort im Gespräch mit der MZ noch sehr angetan. „Die Anlieger haben einer möglichen abweichenden Trassenführung, bei der Teile ihrer Grundstücke in Anspruch genommen werden, direkt zugestimmt. Ein Indiz dafür, dass es in Hösinghausen eine intakte Dorfgemeinschaft gibt, die diesen Weg haben will“, so Valko Gerber.

In den nächsten Tagen werden die bereits bestehenden Pläne nun den neu gewonnen Erkenntnissen angepasst und ebenso noch notwendige Details mit den beteiligten Stellen besprochen und abgestimmt. Grundsätzlich geht man derzeit bei der Stadt von einer Realisierung der Maßnahme im Jahr 2015 aus.

Eine Hoffnung, die sicherlich von den doch recht zahlreichen Nutzern der Strecke, die sich im Moment noch auf dem nicht ungefährlichen Standstreifen der L 539 bewegen müssen, mitgetragen wird.

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