Bürgerradweg zwischen Hösinghausen und Valbert

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Die ersten Arbeiten für die Radwegtrasse haben schon begonnen. Dort, wo bisher Bäume und Sträucher standen, wird der kombinierte Geh- und Radweg ab Sommer angelegt sein.

Valbert - „Wir haben in der Sache die rechtlichen Voraussetzungen und die Mittel, nun kann der Bürgerradweg zwischen Hösinghausen und Valbert gebaut werden“. Mit dieser Aussage von Eberhard Zimmerschied – Abteilungsleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW – auf Nachfrage der MZ am Mittwoch ist es „amtlich“.

In wenigen Wochen, natürlich abhängig von der Witterung, soll mit der Umsetzung der seit Ende April 2013 angedachten Maßnahme begonnen werden.

Die Initialzündung zum kombinierten Rad- und Gehweg entlang der Landstraße 539 ging vor nun gut drei Jahren von Ralf Conrady und seinen Mitstreitern aus Hösinghausen aus. Ihren Wunsch, mehr Sicherheit für die Radfahrer und Fußgänger auf ihrem Weg ins Ebbedorf und zurück zu schaffen, trugen sie damals den zuständigen Stellen vor. Besonders an den Eigentümer der Landstraße, den Landesbetrieb Straßen.NRW, appellierten sie. Aber auch im zuständigen Fachausschuss der Stadt verschaffte man sich Gehör und übergab eine Liste mit den Unterschriften von über 500 Befürwortern des Wegebaus.

Dann der überraschende, schnelle Durchbruch: Beim gemeinsamen Termin vor Ort ließ Eberhard Zimmerschied Ende April 2013 die sprichwörtliche Katze aus dem Sack. Dabei gipfelte damals seine Aussage in den Worten: „Unserer Meinung nach könnte auf dieser Trasse ein Bürgerradweg angelegt werden“.

Die rechtliche Basis für die Realisierung ist das im Jahr 2005 vom NRW-Verkehrsministerium ins Leben gerufene Modellprojekt „Bürgerradwege“. Diese können seither mit einem leicht reduzierten Standard gebaut werden, entsprechen aber dem Stand der Technik und den aktuellen Sicherheitsanforderungen.

Ausgeführt werden die Arbeiten – von der Planung über das Einholen der Genehmigung bis hin zum eigentlichen Bau vor Ort – unter der Regie der Stadt. Sie zahlt auch zunächst die Kosten in Höhe von rund 450 000 Euro, erhält aber bis auf die Kosten für die Planung in Höhe von rund 60 000 Euro das Geld vom Land zurück.

Eben diese Planung ist im letzten Jahr abgeschlossen und vom Landesbetrieb Straßen.NRW akzeptiert worden.

Als nächster Schritt kann nun in diesem Monat die Auftragsvergabe eingeleitet werden. Geht alles planmäßig vonstatten, ist mit der Fertigstellung zum Sommeranfang 2016 zu rechnen.

Da der Radweg in Hösinghausen ein Gewässer kreuzt, musste für die erforderliche Brücke ein Wasserrechtsantrag gestellt werden. Mit der mittlerweile vorliegenden Genehmigung ist der Grund für die „leichte Verfahrensverzögerung“ aber nunmehr aus der Welt geschaffen.

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