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Radweg als Lückenschluss zwischen Meinerzhagen und Marienheide

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Von: Simone Benninghaus

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Kreuzung Richtung Güntenbecke
Vom Ortsausgang Richtung Marienheide ins Nirvana: Jedenfalls für Radfahrer gilt dies, daher sind sich Kommunen und Landesbetrieb Straßen.NRW einig, dass ein Radweg im Bereich der L 306 sinnvoll wäre. © Benninghaus, Simone

Planung für eine Fahrradstrecke zwischen Meinerzhagen und Marienheide

Meinerzhagen – Mit dem Rad nach Marienheide? Nein, eine Strecke für Radfahrer ist die Landstraße 306 nicht. Viel Schwerlastverkehr und hohe Geschwindigkeiten bergen viele Gefahren und wenig Vergnügen für Radfahrer. Das könnte sich ändern, wenn auf einem drei Kilometer langen Teilstück ein Radweg entsteht.

Dass die Einrichtung eines Radweges Abhilfe schaffen könnte und zugleich auf diese Weise die märkische mit der oberbergischen Region auch „radtechnisch“ verbunden werden könnte, darauf hatten die beiden Meinerzhagener Bürger Michael Krebs und Gregor Terlinde bereits vor eineinhalb Jahren hingewiesen und waren nicht nur in der örtlichen Politik auf offen Ohren gestoßen. Auch im „Masterplan Radverkehrsnetz“, der vom Märkischen Kreis für die märkischen Kommunen in Auftrag gegeben worden war und der vor wenigen Wochen im Meinerzhagener Rathaus vorgestellt wurde, wird ein Radweg auf diesem Verbindungsstück vorgeschlagen.

Radweg endet im Nirwana

Dass mit solch einer Strecke für Fahrradfahrer ein Lückenschluss geschaffen werden könnte, darüber seien sich alle Beteiligten einig, berichtet Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Gespräch mit der MZ. So ende der in der Volmestadt im Zuge der Südumgehung gebaute Radweg am Ortsausgangsschild an der Zufahrt in Richtung Güntenbecke „irgendwo im Nirvana“, wie Jürgen Tischbiereck beschreibt.

Daher seien erste Maßnahmen für eine Realisierung einer Radstrecke aufgenommen worden, wie auch im aktuellen Bauprogramm zu ersehen ist. Mit den genannten „Beteiligten“ sind im besagten Fall nicht nur die Kommunen Meinerzhagen und Marienheide gemeint, sondern auch der Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger. Dieser hatte vorgeschlagen, dass die Stadt eine Entwurfsplanung beauftragt und betreut und sich der Landesbetrieb im Umkehrschluss dazu bereit erklärt, die Kosten hierfür zu übernehmen. Für die Aufwendungen sind im städtischen Haushalt 80 000 Euro vorgesehen, die am Ende jedoch vom Land übernommen beziehungsweise erstattet werden sollen.

Ein Ingenieurbüro, das mit der Planung beauftragt werden soll, sei inzwischen ausgewählt, berichtet Tischbiereck. Noch sei der Auftrag aufgrund des notwendigen Schriftverkehrs bezüglich der Vereinbarungen nicht erteilt worden. Der Tiefbauingenieur geht davon aus, dass der weitere Planungsprozess das laufende Jahr in Anspruch nehmen wird. Im nächsten Jahr könnte dann möglicherweise mit der Realisierung begonnen werden.

Attraktive Wegführung für Radfahrer

Unklar ist beispielsweise aber noch, wo genau der Radweg herführen wird. Denkbar, und das wäre auch ein Vorschlag der beiden Meinerzhagener Bürger Michael Krebs und Gregor Terlinde, wäre, dass die Strecke hinter dem Flugplatz-Gelände in der Steinsmark herführen könnte, wo es aktuell Wege und Trampelpfade gibt. Diese Wegführung abseits der Landstraße würde zudem für Radfahrer weitaus attraktiver sein.

Bei den Planungen käme auch der Artenschutz ins Spiel, der berücksichtigt werden müsse, macht Tischbiereck auf einen Punkt aufmerksam und erinnert an einen notwendigen landschaftspflegerischen Begleitplan. Ab dem Meinerzhagener Ortsausgang könnte der Weg parallel zur Landstraße 306 auf den sich hier befindlichen Wiesen gebaut werden. Hierfür seien allerdings Grunderwerbsverhandlungen notwendig.

Eine zwingende Voraussetzung für die der Planung folgenden Umsetzung ist, dass im Haushalt des Landes die Mittel für den Bau dann auch bereit gestellt werden können. Derzeit geht die Verwaltung bei einem Bau von einem Nettobetrag in Höhe von 1,15 Millionen Euro für die drei Kilometer lange Strecke aus.

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