Mit Muskelkraft nach Kampen

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Ankunft am Hotel van Dijk in Kampen. Rechts Teun De Man.

Meinerzhagen/Kampen - Partnerschaft durch Muskelkraft: Am vergangenen Donnerstag startete eine sechsköpfige Radfahrergruppe und machte sich auf den Weg von Meinerzhagen nach Kampen, die niederländische Partnerstadt von Meinerzhagen. Nachdem die MZ vom Auftakt berichtet hatte, blickt heute Christian Schmitt, Organisator der Tour, auf die vergangenen Tage zurück.

„Wir fuhren zunächst nach Marienheide und von dort über die Bahntrasse bis nach Remscheid Lennep“, berichtet ein begeisterter Schmitt. Die Bahntrasse habe eine gute Eingewöhnung geboten, denn es ging fast ausschließlich leicht bergab. 

Die folgenden 15 Kilometer durch Wuppertal und Umgebung boten dann das krasse Gegenteil. Ein Berg folgte dem Nächsten und die Steigungen wurden von Mal zu Mal anspruchsvoller. „Der Zuruf eines Passanten, der Berg sei die Hölle, sprach uns dabei aus dem Herzen“, so Schmitt Umso stolzer waren alle, als sie Wuppertal hinter sich gelassen hatten und kein einziges Mal am Berg absteigen mussten, um zu schieben. 

Mit reichlich Sonnencreme

Nach kurzer Rast in Essen-Kettwig ging es die Ruhr entlang und die Fahrer konnten die Landschaft vom Rad aus genießen. Gegen 17.30 Uhr und rund 85 Kilometern auf dem Rad, kamen die Meinerzhagen in Mülheim an der Ruhr an, wo die erste Herberge bezogen wurde. Doch auch die musste am nächste Morgen bereits um 9 Uhr wieder verlassen werden: Mit reichlich Sonnencreme auf der Haut ging es in Richtung Niederlande. 

Der erste Streckenabschnitt aus Mülheim heraus war nicht sehr ansehnlich und durch viel Verkehr und Staub bestimmt. In Wesel dann die erste und einzige Panne: ein platter Reifen, dem aber mit Reparaturschaum wieder auf die Straße geholfen wurde. Und: Der Reifen hielt die ganze restliche Tour. 

Gegen 15.30 Uhr hatte die Gruppe die Grenze erreicht – und hatte endlich Holland erreicht. Christian Schmitt: „Sichtlich stolz darauf, dass wir es geschafft hatten, von Meinerzhagen aus mit dem Fahrrad eine Landesgrenze zu überfahren, ging es weiter.“

Die sehr gut ausgebauten Fahrradwege, schöne Landschaften und Städtchen ließen dann auch die langsam auftretenden Schmerzen vom vielen Sitzen erträglich erscheinen. Um 17 Uhr und 90 gefahrenen Tages-Kilometern erreichte man Doetinchem, wo die Gruppe übernachtete. „Auf nach Kampen!“, hieß es am dritten Tag.

„Vielleicht war es ein Getränk zu viel, denn so ganz fit gingen wir nicht an den Start“, erläutert Christian Schmitt. Aber da schon um halb zehn die Sonne so stark vom Himmel brannte, schwangen sich alles schnell aufs Rad, um sich vom Fahrtwind abkühlen zu lassen. „Wieder waren wir von den Radwegen und den rücksichtsvollen Autofahrern begeistert.  Auch wenn der letzte Teil der Strecke vermehrt an größeren Straßen her verlief, ließ es sich gut und zügig fahren“, so Christian Schmitt. 

Erleichterung nach 250 gefahrenen Kilometern

Bei Kilometer 250 war es dann soweit: Kampen. Die Gruppe hatte es geschafft. Mit eigener Muskelkraft von Meinerzhagen nach Kampen. Am Stadteingang noch schnell ein Gemeinschaftsfoto und ab zum Hotel. Dort wurden die Meinerzhagener schon freudig vom Hotelteam und Teun De Man vom Kampener Komitee für Städtepartnerschaft erwartet. 

Nach kühlen Getränken und einer erfrischenden Dusche gab es noch extra eine kleine Stadtführung mit Besteigung des Kampener Glockenturms, der an diesem Tag nur für die Besucher aus dem Sauerland geöffnet wurde. Christian Schmitt: „Ein großes Dankeschön gilt Ulrich Blumenrath und dem Komitee für Städtepartnerschaft, das die Kontakte herstellte. Und auch Teun De Man, der sich viel Zeit für uns nahm. Zuletzt noch dem Team vom Hotel van Dijk, das uns so herzlich empfing. Und natürlich Ulli, der extra anreiste, damit wir nicht mit dem Fahrrad zurückfahren mussten.“

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