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Public Viewing zum EM-Finale zeigt: Frauen-Fußball zieht

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Von: Gertrud Goldbach

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Public Viewing zum EM-Finale der Frauen in London
Glattweg aus dem Häuschen waren die Meinerzhagener beim Ausgleichstreffer der deutschen Mannschaft durch Lina Magull. © Gertrud Goldbach

Das war zweifellos eine gute Idee des Stadtmarketingvereins Meinerzhagen: Der hatte spontan für Sonntag zum Public Viewing anlässlich des Endspiels der Frauen-Europameisterschaft auf den Otto-Fuchs-Platz eingeladen.

Meinerzhagen - Die große Zahl der Besucher war der beste Beweis dafür. Glück hatten alle auch mit dem Wetter, denn der Regen setzte erst nach dem Schlusspfiff ein.

Stehtische, Bierzeltgarnituren und die Möglichkeit, die auf dem Otto-Fuchs-Platz installierten Sitzgelegenheiten zu nutzen, ließen auf einen entspannten Abend hoffen. Würstchen vom Grill und Kaltgetränke aus dem Bierrondell rundeten das Wohlfühlangebot ab. Es fehlte jetzt nur noch ein gutes und spannendes Fußballendspiel England gegen Deutschland – mit dem entsprechenden Endergebnis.

Dass der Frauenfußball beste Werbung in eigener Sache gemacht hat, bewies der Blick auf die Zuschauer: Längst nicht nur Frauen waren unter den Zuschauern zu finden, auch viele Männer waren vor Ort. Ein Zeichen, dass sich der Frauenfußball emanzipiert hat. „Die Frauen verkörpern die Fußballtugenden mehr als die Männer“, sagte etwa Besucher Sebastian Falz. „Die Frauen lassen sich zum Beispiel nicht so theatralisch fallen.“ Falz hatte sich alle Spiele der deutschen Frauen angesehen und findet das Endspiel im Mutterland des Fußballs spannend. „Im Gegensatz dazu hat die Weltmeisterschaft der Männer in Katar einen eher nicht so guten Ruf.“

Viele Meinerzhagener waren zum Public Viewing auf dem Otto-Fuchs-Platz gekommen.
Fieberten mit: Viele Meinerzhagener waren zum Public Viewing auf dem Otto-Fuchs-Platz gekommen. © Gertrud Goldbach

Barbara Würth und Manni Prinz genossen die tolle Stimmung auf dem Platz und freuten sich, dass der Stadtmarketingverein es geschafft hatte, so schnell dieses Public Viewing zu organisieren. „Wir sind gerne bei Veranstaltungen auf dem Otto-Fuchs-Platz“, betonten beide. „Der Platz bietet sich für viele Arten von Veranstaltungen an und das genießen wir.“

Dass das deutsche Team das Endspiel am Ende knapp nach Verlängerung verloren hat, war zwar ein Wermutstropfen, der die insgesamt gute Leistung der Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg aber nicht schmälerte. Tenor der Gäste auf dem Otto-Fuchs-Platz frei nach Sepp Herberger: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

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