Stadtplatz "Volmemarkt"

Ausschuss winkt Volmemarkt-Entwurf durch - doch Kritik am Tulpenbaum bleibt

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Der Volmemarkt war Thema in der Sitzung des PSVU-Ausschusses.

Meinerzhagen - Mit großer Mehrheit sprach sich der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am Montagabend für die aktuelle Entwurfsplanung für den Stadthallenvorplatz Volmemarkt aus.

Bei zwei Enthaltungen sowie einer Gegenstimme aus Reihen der UWG durchläuft das Thema nun noch den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Rat – beide Sitzungen finden am kommenden Montag statt.

Ohne Diskussion verlief der Tagesordnungspunkt trotz der letztlich breiten Mehrheit aber nicht: Es waren insbesondere die angedachten Tulpenbäume, die (einmal mehr) für kritische Nachfragen sorgten. Mit Volkmar Rüsche (CDU), Karl Hardenacke (Grüne) und Klaus Laufer (UWG) sprachen sich gleich drei Ausschussmitglieder vehement gegen die Anpflanzung dieser Baumart aus.

Tulpenbaum stößt auf Skepsis

Der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt ließ sich die Pläne zum Volmemarkt erläutern.

Giftig, bruchempfindlich, nicht ausreichend winterhart – das waren nur einige der Kritikpunkte, die laut wurden. Architekt Thomas Wieden vom Büro des Volmemarkt-Siegerentwurfs versuchte vergeblich, die Sorgen der Kommunalpolitiker auszuräumen. Am Ende der Diskussion stand fest, dass unabhängig vom grundsätzlich positiven Votum des Ausschusses eine Grundsatzentscheidung zur anzupflanzenden Baumart separat durch die Fachgremien erfolgen soll. Hans Gerd Turck (CDU) forderte angesichts der deutlichen Zahl an Kritiker aber schon gestern: „Über den Tulpenbaum dürfte eigentlich gar nicht mehr gesprochen werden!“

Abstimmungsbedarf über Details

Abstimmungsbedarf sieht der Ausschuss überdies bei der Planung des Untergrundes, der den Stadtplatz, die multifunktionale Fläche und den Parkplatz – mit bis zu 43 Stellplätzen – optisch miteinander verbinden soll. Thomas Wieden wies bei seinen Ausführungen aber auch auf die Sitzmöbel hin, die weitaus massiver als normale Bänke sein und obendrein Wasser- und Stromanschlüsse beherbergen sollen. Eine Idee, die im Gremium auf Skepsis stieß: So forderte unter anderem Andreas Friebe von der Fraktion Linke und Piraten, dass eine Versorgung näher an den Marktständen erfolgen soll, um lange Kabel- und Leitungsstränge und die daraus resultierende Stolpergefahr zu vermeiden. Diese und andere Details sollen nun im weiteren Verlauf der Planungen geklärt werden.

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