Ohne Führerschein am Steuer erwischt

Meinerzhagen - „Meine Freundin hatte so viel getrunken. Sie sollte ihren Führerschein nicht verlieren“, erklärte eine 23 Jahre alte Frau vor dem Amtsgericht Meinerzhagen. Und so war eben nicht die Freundin, sondern sie selbst nachts mit dem Roller durch Meinerzhagen gefahren – allerdings ohne Fahrerlaubnis. Die hatte die Angeklagte nie besessen.

Auch in einem zweiten Fall in Altena hatte die 23-Jährige ihre Freundin vor Schaden bewahren wollen. Im Auto waren die beiden Frauen, so die Angeklagte, in einen Streit geraten. Zunächst sei ihre Begleiterin gefahren. Durch die Auseinandersetzung sei diese aber so in Rage geraten, dass die Angeklagte aus Sicherheit das Steuer übernommen habe. Noch immer ohne Fahrerlaubnis, dafür dieses Mal aber mit 1,53 Promille Alkohol im Blut. Mit dem Roller vom ersten Vorfall unternahm die Angeklagte noch eine zweite Fahrt durch Meinerzhagen.

„Ich habe echt Blödsinn gemacht“, gab die 23-jährige Altenaerin zu. Das bezog sich nicht nur auf die aktuellen Vorwürfe. Das Vorstrafenregister der Frau weist sieben Eintragungen auf. Neben mehrfachen Körperverletzungen war die Angeklagte auch wegen Beleidigung, Bedrohung und einschlägig wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheitsfahrten aufgefallen. „Es war immer im Zusammenhang mit Alkohol. Ich hab noch nie Mist gebaut in normalem Zustand“, erklärte die Frau. Und: „Ich hab ein Problem mit mir selbst, bin aber kein schlechter Mensch.“

Letztlich fielen der Angeklagten die Vorstrafen schwer auf die Füße. Sieben Monate Haft auf Bewährung lautete schließlich das Urteil. Als Auflage muss die 23-Jährige mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten und 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Das mit dem Bewährungshelfer hielt die 23-Jährige für eine gute Idee. Auch mit dem Rest der richterlichen Entscheidung zeigte sie sich einverstanden. Da auch die Vertreterin der Staatsanwaltschaft auf weitere Rechtsmittel verzichtete, wurde das Urteil damit sofort rechtsgültig.

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